Notfall

Hilfe aus der Luft: Rettungshelikopter werden öfter gerufen

96 Mal kam die Rega zum Einsatz, 202 Mal der gelbe Heli.

96 Mal kam die Rega zum Einsatz, 202 Mal der gelbe Heli.

298 Rettungshelikopter-Einsätze gab es im Kanton Aargau letztes Jahr insgesamt gemäss Jelena Teuscher, Sprecherin des Departements Gesundheit und Soziales (DGS). Weit überwiegend waren es Primäreinsätze, also Notrettungen, in 19 Fällen gab es Sekundäreinsätze (Patientenverlegungen).

202 Einsätze leistete der gelbe Heli der Alpine Air Ambulance, 96 die Rega. In absoluten Zahlen gibt es gegenüber 2018 (damals gab es 294 Einsätze) eine Steigerung. Allerdings ist diese äusserst gering. Dies im Gegensatz zu 2018, als die Einsätze gegenüber 2017 um 30 Prozent zunahmen. Zwischen 2005 und 2017 vervierfachten sich diese Einsätze gar.

Kanton: Das System hat sich eingespielt

Heini Erne, Spezialist im DGS, schliesst aus dem im Vergleich zu früheren Jahren nur noch minimen Anstieg der Helikopterrettungseinsätze, «dass sich das System mit der Rega und der Alpine Air Ambulance eingespielt hat». Mit Blick auf immer wiederkehrende Diskussionen, warum die Helikopterrettungen im Aargau in den letzten Jahren so stark gestiegen sind, verweist er auf einen Nachholbedarf.

Der gelbe Heli vom Birrfeld sei sehr schnell da, weshalb es auch öfter Sinn mache als früher, dass die Notrufzentrale den Heli aufbietet – sofern das Wetter dies zulässt. Die Notrufzentrale holt übrigens jeweils den nächst verfügbaren Helikopter, ungeachtet seiner Farbe rot oder gelb. So kam es bei grösseren Ereignissen auch schon vor, dass ein roter und der im Birrfeld stationierte gelbe Heli nebeneinander im Einsatz waren.

Der gelbe Heli (so benannt wegen seiner Färbung) ist erst seit 2013 im Birrfeld stationiert. Die Konkurrenz für die Rega und die Zunahme der Helirettungen in den Jahren danach führte prompt immer wieder zu intensiven Diskussionen in der Bevölkerung und auch auf politischer Ebene, etwa mit parlamentarischen Anfragen.

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