Von welchem Beruf träumten Sie als Kind?

Briefträger, nach dem Vorbild meines Vaters. Er war eine dorfbekannte und beliebte Persönlichkeit.

Was ist Ihr wichtigstes Führungsprinzip?

Der «Hero Way»: unternehmerisch (zielorientiert, effizient zum Erfolg), schnell (leidenschaftlich, überzeugend zum Entscheid), eigenständig (fordernd und fördernd in der Umsetzung), anpassungsfähig (positiv denkend, innovativ im Wandel) sowie schweizerisch (verlässlich, engagiert für die ganze Familie).

Welche Eigenschaften zeichnen einen guten Mitarbeiter aus?

Ein guter Mitarbeiter identifiziert sich mit und lebt den «Hero Way».

Werden Sie in den nächsten zwölf Monaten Jobs schaffen oder abbauen?

Unser Ziel ist in der Schweiz und im Export kontinuierlich zu wachsen, um damit die Arbeitsplätze im schwierigen wirtschaftlichen Umfeld zu sichern.

Was tut Ihre Firma, um Familie und Beruf vereinbar zu machen?

Wir offerieren Teilzeit-Stellen und Job-Sharing-Modelle, selbst auf Senior-Ebene. Ausserdem haben wir flexible Arbeitszeiten.

Wie hoch ist der Frauenanteil in Ihrer Geschäftsleitung und was halten Sie von Quoten?

Die Hero hat eine äusserst schlanke Geschäftsleitung. Wenn wir das Management miteinbeziehen, dann kommen wir auf einen Frauenanteil von fast 25%. Quoten sind für mich genauso irrelevant wie Geschlecht, Religion oder Rasse. Für mich zählen einzig und alleine die Kompetenzen und Qualifikationen.

Wer ist Ihr wichtigster Berater?

Je nach Situation kann ich auf die kompetente Unterstützung meines Teams, von Kollegen der Hero Gruppe, Geschäftspartnern oder Freunden zählen.

Was schätzen Sie am Standort Aargau und was sollte man verbessern?

Wir schätzen die gute verkehrstechnische Einbindung, das grosse Einzugsgebiet für qualifizierte Arbeitskräfte und die guten Beziehungen mit den öffentlichen Institutionen. Wünschenswert wäre, dass sich die Politik stärker für die Anliegen der Lebensmittelindustrie interessieren, diese Anliegen verstehen und auch vertreten würde. Was aber nicht nur für den Aargau, sondern für die Schweiz an sich gilt.

Wo kommen Ihnen die besten Ideen?

Ideen begegne ich überall, darum trage ich immer ein kleines Notizblöckchen mit Mini-Kugelschreiber auf mir.

Was machen Sie, um abzuschalten?

Ich pendle zur Arbeit. Meine 30-minütige Heimfahrt nutze ich, um runterzufahren. Zu Hause folge ich stets dem gleichen Ritual: Anzug an den Bügel und Körpertraining für mindestens 10 Minuten. Erst danach bin ich für meine Familie geniessbar.

Für welche Hobbys bleibt noch Zeit?

Sport ist ein absolutes Muss: Fussball, Tennis, Joggen, Velofahren, Wandern oder Skifahren. Zudem interessiere ich mich für Lifestyle wie mechanische Uhren, gutes Essen, schöne Weine und Single Malts sowie Gadgets. Ausserdem faszinieren mich fremde Kulturen, was seinen Ursprung in meiner über fünfjährigen Auslandtätigkeit in Ägypten hat. (zi)