Leserwandern: 24. Etappe
Heiss oder nicht: Keine Wanderung ohne Wasser

Es war heiss auf der 24. Etappe. Da gibt es nur eines, um bei Kräften zu bleiben: unterwegs genug trinken. Darauf setzen unsere Leserwanderer.

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Die Wanderleiter Sandra von Ballmoos und Josef C. Haefely.
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Werner Bussmann, Rentner aus Solothurn «Heute habe ich – natürlich nebst dem obligaten Wasser – erstmals auch ein Kohlehydrate-Gel dabei. Diese Flüssigkeit konsumiere ich mit Wasser, sie hat einen erhöhten Koffeingehalt und wurde vor allem für Ausdauersportler entwickelt. Mal schauen, was es bringt.»
Leserwandern
Barbara Wyss Flück, Politikerin aus Solothurn «Ich gehe oft Wandern und mache Bergtouren, eben erst wanderte ich aus dem Bündnerland über den Greinapass ins Tessin. Immer im Rucksack: meine Thermosflasche. Damit sie in den Berghütten nicht mit anderen Flaschen verwechselt wird, habe ich sie grau markiert.»
Josef C. Haefely, Wanderleiter aus Mümliswil «Beim Wandern gibt es wohl kaum etwas Praktischeres als meinen spanischen Trinkbeutel aus Leder. Gekauft habe ich ihn vor längerer Zeit in einer Brockenstube. Der Beutel sieht natürlich nicht nur gut aus. Um die Schulter gehängt, ist er immer griffbereit.»
Charlotte Portmann führt durch das Museum Haarundkamm in Mümliswil. (2)
Und steil gehts hoch zum Vogelberg.
Und dann der Abstieg Richtung Passwang.
Bei der Bärenhöhle zeigt Josef C. Haefely den Bärenzahn, der hier gefunden wurde.
Aussicht geniessen auf dem Vogelberg
Charlotte Portmann führt durch das Museum Haarundkamm in Mümliswil. (2)
Prominente Mitwanderer (v.l.): Felix Wettstein, Bruno Born (Präsident Verein Region Thal), Rhaban Straumann, Tamara Mühlemann Vescovi, Niklaus Wepfer, Georg Berger (Direktor Berufsbildungszentrum Olten), Barbara Wyss Flück und Elisabeth Ackermann.

Die Wanderleiter Sandra von Ballmoos und Josef C. Haefely.

Rahel Meier

Heisse Wandertage wollen wohlüberlegt angegangen werden, damit sie zum erhofften Vergnügen werden.

Flüssigkeit: Es ist wichtig, dass Sie auch dann zwischendurch trinken, wenn Sie keinen Durst verspüren. Durch das Schwitzen beim Wandern verliert der Körper Flüssigkeit. Als Faustregel gilt laut Sportmedizinern: ein Liter pro Stunde.

Nahrung: Essen Sie auch während einer Wanderung genug, damit Sie Ihrem Körper fortlaufend Energie liefern.

Sonnenschutz: Einen Hut und eine Sonnencreme mit hohem LSF sollten Sie so oder so dabei haben. Ihre Kleidung sollte hell und leicht auf der Haut sein. Die Wanderschuhe müssen gut sitzen und dazu luftdurchlässig sein.

Und das war die Wanderung vom Donnerstag:

Sie startete mit Führungen durch das Museum Haarundkamm in Mümliswil. In den Museumsräumlichkeiten war auch viel über die Brandkatastrophe von 1915 zu erfahren.

Josef C. Haefely vermittelte zudem unterwegs viele lustige Details. Die nie gebaute Wasserfallen-Bahn begleitete die 95 Teilnehmer danach im ersten Teil der Wanderung, die von Haefely und Naturpark-Projektleiterin Sandra von Ballmoos geleitet wurde. Aber auch über die politischen Kämpfe zwischen schwarz und gelb war unterwegs in Mümliswil einiges zu erfahren.

Immer wieder schön zu beobachten ist, wie sich im Verlaufe einer Wanderung Prominente und Leserwanderer durchmischen. Zu Beginn sind die Promis meist unter sich. Am Ende einer Wanderung jedoch sind die Gruppen dann durchmischt. Alle duzen sich, es wird über Grenzen hinweg politisiert und geplaudert. So wie es eben sein sollte.

Ein erfrischend ungewohnter Gast war der Oltner Satiriker und Autor Rhaban Straumann. Ungewohnt, weil die meisten der prominenten Gäste beim Leserwandern aus der Politik stammen; «bestimmt etwa 95 Prozent», vermutete eine Wanderin gestern bei der Begrüssung.

Die Solothurner CVP-Kantonsrätin Tamara Mühlemann Vescovi war gestern allein auf weiter Flur – rein politisch gesehen, versteht sich. Die 24. Etappe war gewissermassen ein grünes Spitzentreffen mit sozialdemokratischer Verstärkung. Nebst dem Solothurner SP-Sekretär Niklaus Wepfer und dem Basler SP-Grossrat Jörg Vitelli wanderten gleich drei Grüne mit: Aus dem Solothurnischen dabei waren Co-Parteipräsident Felix Wettstein und Barbara Wyss Flück, die Präsidentin der grünen Fraktion im Kantonsrat. Zu ihnen gesellte sich Elisabeth Ackermann. Die Co-Präsidentin der Grünen Basel-Stadt hat intensive Monate vor sich: Im Herbst kandidiert sie sowohl für den Regierungsrat als auch für das Regierungspräsidium.

Wer nach dem Aufstieg zur Oberen Wechten ausser Kräften war, konnte sich umso mehr auf die Mittagspause freuen: Das Berggasthaus hielt für die Leserwanderer eine stärkende Gemüsesuppe bereit. (rm/sva)

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