Energieförderkredit
Hausbesitzer können auch künftig auf Millionenzustupf bei Sanierungen hofffen

Hausbesitzer, die ihre Liegenschaften sanieren wollen, dürfen sich freuen: Sie sollen in den nächsten zwei Jahren bis zu 8,4 Millionen Franken vom Kanton erhalten. Der Kredit für die Jahre 2012/2013 ist indessen noch nicht ausgeschöpft worden.

Christian Gurtner
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Wenns nach der Regierung geht, sollen auch im kommenden Jahr Millionen in Wärmepumpen (Bild), Solarzellen und Wärmedämmung gesteckt werden. (Symbolbild)

Wenns nach der Regierung geht, sollen auch im kommenden Jahr Millionen in Wärmepumpen (Bild), Solarzellen und Wärmedämmung gesteckt werden. (Symbolbild)

Keystone

Die Aargauer Regierung beantragt dem Parlament einen Millionenkredit für das „Förderprogramm Energie 2014-2015". Insgesamt sollen 8,4 Millionen Franken aus der Staatskasse für sanierungswillige Hausbesitzer bereitgestellt werden.

In den Genuss von Zahlungen würden Eigentümer kommen, die zum Beispiel Holzheizungen, Solaranlagen oder Wärmepumpen einbauen oder die Hauswände mit verbesserten Wärmedämmstoffen verkleiden, um den Minergie-Standard zu erreichen.

Damit will die Regierung ihren Beitrag zum Energiesparen leisten. Sie beabsichtigt sogar, die Massnahmen noch auszuweiten. Neu sollen mit den Geldern auch Projekte von Unternehmen, Vereinen sowie Branchen- oder Zweckverbänden unterstützt werden können, zum Beispiel im Bereich der Geothermie. Auch private Initiativen im Bereich von „Information und Motivation" hält der Regierungsrat für unterstützungswert.

Kredit noch nicht ausgeschöpft

Der Kredit ermögliche die Weiterführung der „bewährten und erfolgreichen" Förderprogramme für Energieeffizienz und erneuerbare Energien im Gebäudebereich, schreibt der Regierungsrat in seiner heute publizierten Botschaft ans Parlament. Allerdings ist von den für das Doppeljahr 2012/2013 bereitgestellten 9,4 Millionen Franken bis Mitte des laufenden Jahres nur ein Teil zugesprochen worden, wie aus dem Botschaftstext hervorgeht. Bis im Sommer sind Förderzusagen von lediglich 4,8 Millionen Franken getätigt worden.

An der Anhörung zum neuen Förderkredit haben sich neben Parteien und Verbänden auch die AEW Energie AG und die kantonale Gebäudeversicherung beteiligt. „Zu über 90 Prozent" unterstützten die Involvierten den Kreditantrag, heisst es im Botschaftstext.

Dezidiert gegen den Kredit ausgesprochen habe sich von den Parteien einzig die SVP. Die grösste Partei will, dass auf die Vorlage ganz verzichtet wird.

Auch die FDP äusserte sich in der Vernehmlassung aber kritisch und verlangte, dass angesichts der unvollständigen Ausschöpfung eine Reduktion des Förderbetrags „ernsthaft geprüft" werde.

Grundsätzlich gegen das Förderprogramm ist der Aargauer Hauseigentümerverband.

Der Aargauer Grosse Rat wird voraussichtlich im Dezember über den Antrag der Regierung befinden. Die Genehmigung des Kredits gilt als wahrscheinlich.