Patric Lüscher ist am Ende: Mit seiner Partnerin und sieben Kindern lebt er in Aarburg unter einem Dach. Nun wurde das Haus wegen etlichen Betreibungen zwangsversteigert. Für die Familie bedeutet das: Sie muss per Ende August ausziehen. Lüscher fürchtet, auf der Strasse zu landen – und dass ihnen die Kinder weggenommen werden, wie er gegenüber dem Regionalsender Tele M1 sagt.

Seine Partnerin Susanne Zimmermann hat sieben Kinder, davon vier aus erster Ehe. Auch ihr Ex-Mann wohnt im Haus. Das funktioniere gut, sagt die 39-Jährige. Zu den sieben Kindern und drei Erwachsenen kommen etliche Tiere: Hase, Vögel, Papagei und Katzen machen die Wohnungssuche nicht einfacher. Zimmermann hofft, in der Nähe eine neue Bleibe zu finden: "Dann könnten die Kinder weiterhin hier zur Schule."

Gemeinde hilft nicht bei Wohnungssuche

Unterstützung erhofft sich die Familie auch von der Gemeinde Aarburg. Dort wird sie aber weiterverwiesen. Die Gemeinde ist nicht zuständig für die Wohnungssuche. Gemeinderätin Martina Bircher erklärt, die Familie habe einen Beistand. Es sei dessen Aufgabe, ein Obdach zu suchen. "Dafür wird er finanziell abgegolten", sagt Bircher.

Lüschers Furcht, auf der Strasse zu landen, ist allerdings unbegründet. "Wenn Obdachlosigkeit droht, hat jede Gemeinde im Kanton Aargau die Verpflichtung, entsprechende Notlösungen zur Verfügung zu stellen", sagt Bircher. Das könne Aarburg.

Soweit soll es aber nicht kommen. Zimmermann kämpft beim neuen Hauseigentümer um eine Fristerstreckung. Sie hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben. (mwa)