Vierfachmord Rupperswil

Hat sich Thomas N. durch seine Handydaten verraten?

Brachte die Auswertung der Handydaten den entscheidenden Fahndungserfolg? (Symbolbild)

Brachte die Auswertung der Handydaten den entscheidenden Fahndungserfolg? (Symbolbild)

Führten die Daten aus dem Mobiltelefon die Ermittler auf die Spur von Thomas N.? Zumindest könnte die Auswertung der Daten eine entscheidende Rolle gespielt haben.

Wie kamen die Ermittler auf die Spur von Thomas N., der am Donnerstag verhaftet wurde und den Vierfachmord von Rupperswil gestanden hat? Von offizieller Seite gibt es darüber bis jetzt keine Auskunft.

Eine Strategie, die zum Täter geführt haben könnte, ist die Handy-Ortung. Mobiltelefone loggen sich in die Antennen der Umgebung ein. Diese Daten werden für gewisse Zeit gespeichert und wurden von den Ermittlern im Fall Rupperswil auch ausgewertet. Das bestätigte die Aargauer Staatsanwaltschaft bereits früher.

Grosse Datenmenge

Bei den zahllosen Smartphones ist das erste Problem die grosse Datenmenge. «Diese gilt es zu reduzieren. Telefonbesitzer in Zügen oder Autos werden zunächst wegselektioniert», erklärt IT-Forensiker Lionel Bloch gegenüber Tele M1. 

Dank der guten Netzabdeckung in der Gegend von Rupperswil, kann die Position jedes Handys bestimmt werden. Loggt sich ein Telefon in mindestens drei Antennen ein, kann die Distanz zum Sendemast gemessen und die Position auf einen engen Raum eingegrenzt werden. Triangulation heisst das Verfahren.

Je nach Genauigkeit der Ortung, könnten die Ermittler festgestellt haben, dass sich Thomas N. während der Tat im Haus seiner Opfer befunden hat.

Führten Handydaten zum Mörder?

Führten Handydaten zum Mörder?

Wie konnte die Polizei Thomas N. überführen? Hinweise sprechen dafür, dass die Handy-Ortung eine grosse Rolle spielte. Doch wie funktioniert das?

Hinweis durch Verkehrskontrolle?

Oder kam der entscheidende Hinweis bei einer Verkehrskontrolle? Eine solche führte die Polizei kurz vor der Verhaftung zwischen Rohr und Rupperswil durch, wie der «Blick» schreibt. Möglich, dass der Polizei dabei verdächtige Gegenstände aufgefallen sind, die im Zusammenhang mit dem Mörder von Rupperswil stehen.

Ob es die Handydaten oder eine andere Spur war, die zu Thomas N. führte, bleibt bis auf weiteres unklar. Markus Gisin, Chef der Aargauer Kriminalpolizei, gab an der Medienkonferenz zu verstehen, dass der Täter über längere Zeit eingegrenzt werden konnte. Als der Mörder womöglich schon seine nächste Tat plante, schnappte die Falle zu. (cze) 

«Die Zeit der Unsicherheit ist vorbei. Der Täter ist gefasst.»

«Die Zeit der Unsicherheit ist vorbei. Der Täter ist gefasst.»

Philipp Umbricht, Leitender Oberstaatsanwalt des Kantons Aargau, verkündet den Ermittlungserfolg im Vierfachmord von Rupperswil.

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