50'000 Euro hat sich Hendrike Grubert für ihre vegane Kosmetiklinie «PonyHütchen» von den deutschen Investoren erhofft. Am Ende ihrer Präsentation lief sie ohne Geld, aber mit viel Kritik aus dem Fernsehstudio.

 

Die gebürtige Berlinerin gründete ihr Unternehmen bereits vor acht Jahren, doch die Herstellung von Beauty-Produkten war für die Deutsche zunächst nur ein Hobby. Weil die Nachfrage aber immer mehr zunahm, beschloss sie, das Unternehmen professionell zu führen.

2015 gelang ihr der Durchbruch: Sie verkaufte rund 20'000 Decocrèmes und steigerte ihren Umsatz markant. Dies beeindruckte zuerst auch die Löwen, die sich durchaus interessiert an der Geschäftsidee der Zurzibieterin zeigten.

Investorin: «Das finde ich fahrlässig»

Grubert stellte ihre Produkte als «anders» vor und kostete vor laufenden Kameras von ihrer eigenen Crème - um zu beweisen, dass alles nur aus natürlichen Zutaten besteht. 

Die «Löwin» Judith Williams, die in der Kosmetikbranche zuhause ist, interessierte sich am meisten für die veganen Produkte von «PonyHütchen».

Auf ihre Frage, ob die Produkte bio-zertifiziert seien, antwortete Grubert mit «Nein». Verwundert fragte die Investorin: «Und dermatologisch getestet?» Wieder musste Grubert die Frage verneinen.

Die Kosmetik-Expertin reagierte entsetzt: «Das finde ich fahrlässig, das kann man nicht machen. Vor allem unter dem Deckmantel von Naturkosmetik, die auch nicht bio-zertifiziert ist… Das ist für mich so undenkbar! Ich bin raus.» 

Grubert will weitermachen

Weil auch die anderen «Löwen» nicht in «PonyHütchen» investieren wollten, musste Grubert das Studio ohne Vertrag verlassen. 

Aufgeben will sie deswegen aber nicht. Grubert versprach im Fernsehen: «Ich mache weiter und nehme die Kritikpunkte aus der Sendung mit.»