Präsidentenjahr
Gute Noten im Grossen Rat für Präsident Giezendanner – nächste Station Bern?

Zwischenbilanz aus dem Grossen Rat: Benjamin Giezendanner (SVP) zeigte, wie man sich auch ohne Glocke Gehör verschafft.

Mathias Küng
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Benjamin Giezendanner
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Für seine Schlussansprache als Präsident des Grossen Rats erhielt Benjamin Giezendanner Applaus von links bis rechts.
 Erste Grossratssitzung 2017: Benjamin Giezendanner wird zum neuen Grossratspräsidenten gewählt.
Präsidentenfeier, von links: Stefan Giezendanner mit Partnerin Karin Innerhofer, Benjamin und Ehefrau Jasmine Giezendanner, Ueli Giezendanner (seine heutige Frau Roberta konnte erst später zur Feier kommen), Tochter Christine Spichiger mit Ehemann Roger Spichiger.
Erste Grossratssitzung 2017: Benjamin Giezendanner (SVP) mit seiner Frau Jasmine Giezendanner. Erste Grossratssitzung 2017: Benjamin Giezendanner (SVP) wird zum Grossratspräsidenten gewählt. Im Bild mit seiner Frau Jasmine Giezendanner.
Benjamin Giezendanner vor einem Lastwagen der Firma.
Entlassungsfeier Offiziere: Grossratspräsident Benjamin Giezendanner, Divisionär Hans-Peter Walser, Regierungsrätin Franziska Roth, Oberst Rolf Stäuble. Grossratspräsident Benjamin Giezendanner, Divisionär Hans-Peter Walser, Regierungsrätin Franziska Roth, Oberst Rolf Stäuble
Benjamin Giezendanner auf Schloss Wildegg bei der Eröffnung der Sonderausstellung mit dem Titel "Ein Effinger im Kampf für Leopold I.". Giezendanner durfte sich bei dieser Gelegenheit ein Kettenhemd sowie eine alte Kriegsuniform anziehen. (18. Mai 2017) Eröffnung der Sonderausstellung im Schloss Wildegg mit dem Titel "Ein Effinger im Kampf für Leopold I.". Grossratspräsident Benjamin Giezendanner durfte sich bei dieser Gelegenheit ein Kettenhemd sowie eine alte Kriegsuniform anziehen. Aufgenommen am 18. Mai 2017 in Wildegg.
Benjamin Giezendanner als Festredner an der Bundesfeier in Wettingen auf dem Platz der Bezirksschule. Bundesfeier in Wettingen auf dem Platz der Bezirksschule, Festredner ist Grossratspräsident Benjamin Giezendanner (SVP)
Hier übergibt Aurel Gautschi von der Juso Grossratspräsident Benjamin Giezendanner die Petition zum Stipendiengesetz. (7.11.2017) An diesem Tag verabschiedet der Grosse Rat das geänderte Stipendiengesetz. Die Juso hatten im Vorfeld zusammen mit den Schülerorganisationen die Petition “Finger ab de Rösti!” lanciert und über 800 Unterschriften gesammelt.
NAB Award 2017: Benjamin Giezendanner mit seiner Frau Jasmine.

Benjamin Giezendanner

SEVERIN BIGLER

Kaum hat das Präsidentenjahr von Benjamin Giezendanner (SVP) im Grossen Rat begonnen, ist es schon wieder vorbei, die Schlussrede ist verklungen. Für diese erntete er im Rat von links bis rechts stehenden Applaus. Ein deutlicher Hinweis, dass er es gut gemacht hat. Wurde es im Rat auch so empfunden?

Dieter Egli, Co-Fraktionschef der SP – also ein unverdächtiger Zeuge –, hat Giezendanner als guten Präsidenten erlebt. Dieser habe die Sitzungen gut und mit Humor geleitet: Er sei politischer aufgetreten als seine Vorgänger, bringt Egli leise Kritik vor. Etwa indem er aufgerufen hatte, den Kanton unternehmerisch zu führen.

Bei der Schlussansprache sagte Giezendanner, das Parlament müsse die Ausgangslage verändern, damit der Kanton wieder handlungsfähig werde. Davon ist auch Dieter Egli überzeugt. Anders als die SVP würde er aber nicht primär bei den Ausgaben, sondern bei den Einnahmen ansetzen.

CVP-Fraktionschef Peter Voser sagt, Giezendanner habe sich jeweils seriös vorbereitet und den Rat auf ruhige Art geleitet. Zwischendurch habe er einen trockenen Spruch fallen lassen, der die Stimmung im Saal auflockerte. Bei erhöhtem Lärmpegel kann der Präsident mit einer Glocke für Aufmerksamkeit sorgen. Giezendanner fand auch andere Lösungen. Etwa, indem er einen unüberhörbar mit dem Nachbarn diskutierenden SVP-Grossrat bat, sich am Mikrofon allen mitzuteilen. Worauf es still wurde im Saal – Ziel erreicht.

Letzte Grossratssitzung 2017 Abschiedsrede vom abtretenden Ratspräsidenten Benjamin Giezendanner, an der letzte Grossratssitzung im Jahr 2017, 12. Dezember im Grossratsgebäude Aarau.
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Letzte Grossratssitzung 2017 Applaus für den abtretenden Ratspräsidenten Benjamin Giezendanner, nach seiner Abschiedrede an der letzte Grossratssitzung im Jahr 2017, 12. Dezember im Grossratsgebäude Aarau.
Benjamin Gienendanner
Letzte Grossratssitzung 2017 Der abtretende Ratspräsident Benjamin Giezendanner beim Apéro nach der letzte Grossratssitzung im Jahr 2017, am 12. Dezember im Grossratsgebäude Aarau.
Letzte Grossratssitzung 2017 Applaus für den abtretenden Ratspräsidenten Benjamin Giezendanner, nach seiner Abschiedrede an der letzte Grossratssitzung im Jahr 2017, 12. Dezember im Grossratsgebäude Aarau.
Letzte Grossratssitzung 2017 Der abtretende Ratspräsident Benjamin Giezendanner beim Apéro nach der letzte Grossratssitzung im Jahr 2017, am 12. Dezember im Grossratsgebäude Aarau.
Letzte Grossratssitzung 2017 Der abtretende Ratspräsident Benjamin Giezendanner beim Apéro nach der letzte Grossratssitzung im Jahr 2017, am 12. Dezember im Grossratsgebäude Aarau.
Letzte Grossratssitzung 2017 Abschiedsrede vom abtretenden Ratspräsidenten Benjamin Giezendanner, an der letzte Grossratssitzung im Jahr 2017, am 12. Dezember im Grossratsgebäude Aarau.
Letzte Grossratssitzung 2017 Abschiedsrede vom abtretenden Ratspräsidenten Benjamin Giezendanner, an der letzte Grossratssitzung im Jahr 2017, 12. Dezember im Grossratsgebäude Aarau.
Letzte Grossratssitzung 2017 Abschiedsrede vom abtretenden Ratspräsidenten Benjamin Giezendanner, an der letzte Grossratssitzung im Jahr 2017, am 12. Dezember im Grossratsgebäude Aarau.

Letzte Grossratssitzung 2017 Abschiedsrede vom abtretenden Ratspräsidenten Benjamin Giezendanner, an der letzte Grossratssitzung im Jahr 2017, 12. Dezember im Grossratsgebäude Aarau.

SEVERIN BIGLER

Giezendanner selbst hat den stehenden Applaus am letzten Sitzungstag als sehr berührend erlebt, und sagt: «Man lernt in diesem Jahr sehr viel, es ist eine echte Horizonterweiterung.» Es sei wichtig, dass man auf Menschen zugehen kann. Im Wissen darum, dass man als SVP-Parlamentarier nicht überall gleich gern gesehen sei. Nach einem Jahr in die Reihen zurückzutreten, sei genau richtig, «damit auch die Familie und die Firma wieder mehr zu ihrem Recht kommen».

Das Ratspräsidium ist ein gutes Sprungbrett nach Bern. Trifft man Giezendanners Namen folglich 2019 auf der Nationalratsliste an? Er würde gern antreten, sagt er geradeheraus. Zuständig für die Nomination sei aber die Partei. Er brauche auch grünes Licht von seiner Frau, die im Frühling ihr zweites Kind erwartet. Giezendanner: «Wäre die Wahl nächstes Jahr, wäre ich mir deshalb nicht so sicher, ob ein Okay käme. Ein Jahr später hoffe ich aber, dass sie Ja sagt.»

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