Völlig unbestritten waren fünf Verpflichtungs- und Nachtragskredite, die der Grosse Rat zu behandeln hatte. Die Parteien aber nutzten die Gelegenheit, um klare Aussagen zu deponieren.
Kommissionssprecherin Sabine Sutter-Suter plädierte für den Kredit von netto 840 000 Franken für das Programm zur Fortsetzung der Integrationsvorlehre.

Das steigende Interesse der Wirtschaft und die hohe Anschlussquote seien erfreuliche Resultate. Edith Saner (CVP) erklärte, die Vorlehre ermögliche 70 Immigranten pro Jahr den Einstieg ins Berufsleben, das investierte Geld lohne sich für den Kanton.

Auch Kantonsarchäologie und Denkmalpflege erhielten zusätzliche Beiträge: die Archäologen 240 000 Franken für die Fertigstellung der Ausgrabungen im Bäderquartier in Baden, die Denkmalpflege 500 000 Franken für die Erhaltung und Pflege von Objekten.

Per Ende Jahr rechnet die Staatsanwaltschaft mit deutlich weniger neu eingehenden Strafverfahren. Als Folge davon liegt auch die Anzahl der erledigten Strafverfahren sowie die Anzahl der erlassenen Strafbefehle erheblich tiefer, was zu deutlich weniger Einnahmen, etwa, was Bussen betrifft, führen wird. Konkret fehlen 1,273 Millionen Franken, auch diesen Betrag sprach der Grosse Rat.

Von verschiedenen Seiten wurde der grösste Brocken kritisiert: Für die Spitalfinanzierung werden weitere 8 Millionen Franken benötigt. So sagte FDP-Sprecher Stefan Huwyler, es gelte nun endlich, die Parallelstrukturen im Gesundheitswesen zu beseitigen, der Aargau leiste sich da einen regionalpolitischen Luxus. Die Zeit des Lavierens sei jetzt definitiv vorbei.

Finanzdirektor Markus Dieth wies darauf hin, dass die Nachtragskredite mit 9,3 Millionen Franken so tief ausgefallen seien wie schon seit Jahren nicht mehr.