Wahlen

Grünliberaler Beat Flach zufrieden mit Resultat, aber in Sorge über CVP

Die Grünliberalen haben ihren Nationalratssitz verteidigt. Wegen der Voraussetzungen, die vor vier Jahren günstiger für die Partei waren, ist Zugpferd Beat Flach zufrieden. Erstaunt ist er allerdings über das schwache Abschneiden einer anderen Mitte-Partei.

Die Grünliberalen haben zwar ein halbes Prozent Stimmenanteil verloren, aber ihren Nationalratssitz von Beat Flach verteidigt. Dieser ist deshalb zufrieden über das Wahlresultat. Auch vor dem Hintergrund, dass in diesem Wahlkampf eine komplett andere «politische Grosswetterlage» geherrscht habe.

Nationalratswahlen 2015 im Aargau_Kuchendiagramm

«2011 hatten wir den Fukushima-Effekt, der unserem zentralen Anliegen, Umwelt- und Wirtschaftsfragen miteinander zu verbinden, geholfen hat», sagt Flach. Zudem hätten die Grünliberalen ihren Nimbus der frischen Kraft konsolidieren müssen. «Wir haben bewiesen, dass wir nicht bei den grossen Themen, bei denen Umwelt und Wirtschaft versöhnt werden müssen, sondern auch bei gesellschaftsliberalen Themen punkten können.»  

NR AG 2015

Nachdenklich macht ihn allerdings der Rechtsrutsch - und damit verbunden, dass die CVP zwei Prozent verloren hat. «Ich bin völlig erstaunt über das schwache Abschneiden der CVP, die in vielen Fragen unsere Mitte-Allianz gestützt hat.» Die CVP war eine Listenverbindung mit SVP und FDP eingegangen. Der Auensteiner GLP-Nationalrat fragt sich deshalb, «wie sehr ihr die Listenverbindung mit der SVP und der FDP geschadet hat». 

Partei weiter aufbauen

Ausgezahlt hat sich für die Grünliberalen, dass die Parteibasis breiter aufgestellt ist als vor vier Jahren. Das hat zwar nichts daran geändert, dass Flach das Zugpferd der Partei war und mindestens doppelt so viele Stimmen geholt hat wie seine Parteikollegen. Deshalb will er «den Aufbau der Partei weiter vorantreiben». 

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Die Junge GLP hofft, so teilt sie mit, dass Beat Flach zum 2. Ständeratswahlgang antritt. Ob das also eine Option ist, obwohl seine Chancen gering sind? Flach will erst das Wahlergebnis analysieren und sich deshalb noch nicht festlegen. Ausschliessen will er eine Kandidatur aber nicht. «Ich halte mir alle Optionen offen.» 

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