Die AKB solle ihre Anlagepolitik umfassend auf die wirtschaftlichen und sozialen Bedürfnisse ausrichten und spezifische Themen einzelner Branchen nicht zu stark gewichten, schreibt der Regierungsrat in seiner Stellungnahme vom Freitag zu einer Motion der Grünen. Daher seien keine gesetzlichen Vorgaben zu Anlagepolitik angezeigt.

Ein Verbot würde den Eigenhandel, die Möglichkeiten zu Finanzanlagen einschränken und sich auf die Produkteangebote im Kundengeschäft auswirken. Das würde die Kantonalbank gemäss Regierungsrat "im sehr kompetitiven Umfeld benachteiligen".

Die AKB investiere als aktiven Beitrag zur CO2-Reduktion in ökologisch effizientere Technikanlagen und Infrastrukturen. Die Bank kompensiere ihre jährlichen CO2-Emissionen mit Klimazertifikaten.

"Wirtschaftliche Interessen"

Bei der APK, in der vor allem Staatsangestellte und Lehrpersonen versichert sind, wäre ein kantonales Verbot von Investitionen in fossile Energien gemäss Regierungsrat gesetzeswidrig. Das Vermögen der Versicherten und Rentenbeziehenden werde ausschliesslich in deren wirtschaftlichem Interesse investiert.

Ethische, ökologische und sozialpolitische Kriterien würden als Teil des Risikomanagements im Anlageprozess integriert. Die APK gestalte ihre Nachhaltigkeitspolitik so, dass die zu erwartende, erzielbare Rendite nicht geschmälert werden solle, hält der Regierungsrat fest.

Grüne: Verantwortung wahrnehmen

Die Grünen begründen das geforderte Verbot damit, dass Investitionen in fossile Energien den Klimazielen von Paris widersprächen. Notwendig seien Investitionen in nachhaltige Technologien. Die Kantonalbank und die Pensionskasse müssten ihre Verantwortung für die Zukunft wahrnehmen.

Investitionen in fossile Energien bergen gemäss Grünen auch hohe Risiken. Wenn die Politik den leeren Floskeln endlich Taten folgen lasse, müsse mit einem grossen Wertzerfall im Bereich der fossilen Energien gerechnet werden.