Revision

Grüne Aargau kritisieren neues Lohnsystem: «Ein funktionsfähiges Aargauer Bildungswesen braucht mehr als 69 Millionen»

Die grüne Grossrätin Ruth Müri fordert mit ihrer Partei höhere Investitionen ins Aargauer Bildungssystem. (Archivbild)

Die grüne Grossrätin Ruth Müri fordert mit ihrer Partei höhere Investitionen ins Aargauer Bildungssystem. (Archivbild)

Der Regierungsrat gab am Freitag bekannt, dass er die Löhne der Lehrerinnen und Lehrer im Aargau heraufsetzen will, um mit den übrigen Kantonen konkurrieren zu können. Diese Massnahme gegen den Mangel an Lehrpersonen begrüssen die Grünen Aargau. Die Anpassungen seien aber zu niedrig.

«In der Botschaft des Regierungsrates wird offen aufgezeigt, dass die Lehrpersonenlöhne im
Aargau nicht konkurrenzfähig sind», so bewerten die Grünen Aargau in einer Medienmitteilung den Beschluss des Regierungsrates, die Lohnsituation der Lehrerinnen und Lehrer zu verbessern

Nicht nur die demografische Situation (viele Lehrer der Baby-Boom-Generation gehen in Pension) sei Teil des Problems, sondern auch die im Vergleich zu anderen Kantonen tiefen Löhne im Aargau. Das sieht auch der Regierungsrat so. Die geplanten Anpassungen gehen den Grünen aber zu wenig weit. Bei den Sek-1-Lehrpersonen bliebe die Lohnkurve tiefer und auch die Massnahme für Mittelschullehr- und Berufsschullehrpersonen bringe nicht die nötige Entspannung der Situation.

Zu wenig Geld in die Hand genommen

Zwar sei der Wechsel zu einer Entlöhnung entsprechend der berufsrelevanten Erfahrung statt dem Alter begrüssenswert. Für die Sekundarstufe II und für die Logopädie-Lehrpersonen sollen funktionsspezifische Erfahrungen ausserdem zukünftig statt nur 40 zu 80 Prozent angerechnet werden. Diese Anpassung sei – so fordern die Grünen Aargau – für alle Stufen notwendig gewesen.

Ohne dies sei «das Hauptziel der Lohnrevision, für alle Stufen konkurrenzfähige Löhne bieten zu können,
klar verfehlt» worden. Bildung sei ausgewiesen die wichtigste Ressource und fähige Lehrpersonen bestimmten über den Erfolg der nächsten Generation. So müsse für ein «funktionsfähiges Bildungswesen» klar mehr Geld als die gesprochenen 69 Millionen in die Hand genommen werden – auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten. (mma)

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