Kantonsbudget

Grossratskommission will Lohnerhöhung für Staatspersonal kürzen

Der Regierungsrat will Lehrern im Aargau mehr Lohn geben. Nicht alle sind damit einverstanden.

Der Regierungsrat will Lehrern im Aargau mehr Lohn geben. Nicht alle sind damit einverstanden.

Die Kommission für Allgemeine Verwaltung (AVW) fordert den Grossen Rat auf, die geplante Lohnerhöhung für Staatsangestellte und Lehrer von einem Prozent auf 0,8 Prozent zu kürzen. Alles zu streichen, das ging der Kommission zu weit.

Ein Prozent mehr Lohn sollen das Personal der Kantonsverwaltung und die Lehrpersonen 2018 erhalten. Das hat der Aargauer Regierungsrat im Juli beantragt. Die Erhöhung steht seither unter Beschuss. Einigen ist sie zu gering, vielen aber zu hoch.

Zu wenig oder zu viel Lohn?

Zu wenig oder zu viel Lohn?

Das Aargauer Staatspersonal hofft auf eine Lohnerhöhung. Die Meinungen spalten sich aber, ob diese den Staatsangestellten überhaupt zusteht.

Nun hat sich auch die grossrätliche  Kommission für Allgemeine Verwaltung (AVW) zu Wort gemeldet. Sie fordert den Grossen Rat auf, die individuelle Lohnerhöhung auf 0,8 Prozent zu reduzieren. Ein Antrag habe sogar die Streichung der gesamten Lohnerhöhung verlangt, teilt die Kommission mit. Die Beratung habe aber gezeigt: Weder der totale Verzicht noch die Maximalvariante von einem Prozent seien mehrheitsfähig gewesen.

Geht es nach der Kommission, soll die Lohnentwicklung beim Staatspersonal mit jener in den Gemeinden des Kantons Aargau Schritt halten. Auch will sie den Mitarbeitenden gegenüber ein Zeichen setzen.

Gewerbe verlangt tiefere Löhne

Ein Zeichen setzen will auch der Aargauische Gewerbeverband (AGV). Er verlangt, die Lohnkosten beim Staatspersonal um drei Prozent zu reduzieren, wie AGV-Präsident Kurt Schmid am Mittwoch zur AZ sagte. SVP-Fraktionschef Jean-Pierre Gallati will noch weitergehen und die Löhne um fünf bis zehn Prozent herunterschrauben.

Die Gewerkschaften sehen das nach drei Nullrunden in Folge anders. Florian Vock, Präsident des Aargauischen Gewerkschaftsbundes (AGB) pocht auf dem einen Prozent Lohnerhöhung. Das sei "das Minimum".

Entschieden wird das Ringen um die Löhne im November, wenn der Grosse Rat das Kantonsbudget 2018 festlegt. (mwa)

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