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Grosses Gedränge: So viele Aargauer wie noch nie wollen in den Nationalrat

Wer schafft den Sprung nach Bern?

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Im Kanton Aargau bewerben sich 496 Personen auf 36 Listen um die 16 Nationalratssitze. Das sind 72 Prozent mehr Kandidierende als vor vier Jahren. Zwei langjährige SVP-Nationalräte treten auf eigenen Listen an.

Der Frauenanteil liegt mit 37,7 Prozent leicht höher als 2015, wie die Aargauer Staatskanzlei am Montag nach Ablauf der Anmeldefrist mitteilte. Auf den Listen stehen 187 Kandidatinnen und 309 Kandidaten.

Der jüngste Bewerber ist Nico Zobrist (JUSO), der sein 18. Altersjahr erst wenige Wochen vor dem Wahlsonntag erreicht. Der älteste Kandidat ist der amtierende, 77-jährige SVP-Nationalrat Maximilian Reimann mit seiner Seniorenliste TEAM65+. Wie Reimann kandidiert auch der langjährige SVP-Nationalrat Luzi Stamm auf einer eigenen Liste, die den Namen "LS - Luzi Stamm" trägt.

Auf den Listen der beiden Nationalräten stehen je acht Kandidierende. Erstmals am Start sind auch die Freien Wähler Aargau und die Unabhängigen. Nicht mehr dabei ist die Sozial-Liberale Bewegung sowie die Gruppierung Ecopop.

Als wählerstärkste Partei tritt die SVP mit zwei Listen an, die SP und die Gewerkschaften mit fünf Listen, die FDP mit zwei Listen und die CVP mit neun Listen. Die Grünen, GLP, BDP und EVP reichten je zwei bis drei Listen ein.

Jeder Wahlvorschlag muss im Aargau grundsätzlich von 200 Stimmberechtigten mit politischem Wohnsitz im Kanton unterzeichnet sein. Für die Nationalratswahlen vom 20. Oktober wurden die politischen Parteien unter bestimmten Voraussetzungen erstmals vom Beibringen dieser Unterschriften befreit.

So muss eine Partei im Parteienregister der Bundeskanzlei eingetragen und in der ablaufenden Amtsdauer für den Kanton Aargau im Nationalrat vertreten sein. Eine weitere Voraussetzung ist, dass eine Partei bei den Nationalratswahlen 2015 im Kanton mindestens drei Prozent der Stimmen erzielt hatte.

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