Riverside/Route 66

Grosses Festival-Wochenende in Aarburg: Punk, Pop und Petticoats

Slade aus Wolverhampton waren die erfolgreichste britische Band der 1970er- Jahre – und begeisterten in Aarburg mit ihrem Glam-Rock.

Slade aus Wolverhampton waren die erfolgreichste britische Band der 1970er- Jahre – und begeisterten in Aarburg mit ihrem Glam-Rock.

In Aarburg spielten in drei Tagen 30 Bands. Der Regen trübte die Stimmung zwischenzeitlich.

Der Startschuss zum grossen Festival-Wochenende in Aarburg fiel am Freitagabend. Das Riverside-Openair wurde von der Schweizer Band Hardroad eröffnet – und das Old-Car-Festival «Route 66» öffnete bereits eine Stunde früher die Pforten. Doch der Besucheransturm hielt sich in Grenzen. Am ersten der drei Tage fehlte es beiden Anlässen: dem «Riverside» an Musikfans und dem «Route 66» an Oldtimerbesitzern. Letztere liessen ihre Schätzchen ob des schlechten Wetters eher in der Garage. Die Bands Slade, Ten Years After und Vince Neil von Mötley Crüe rockten die Bühne und begeisterten.

Auch am Samstag füllten sich die Parkplätze erst gegen Abend und es herrschte ein reges Pendeln zwischen Rockabilly-Bands und Formationen wie Pegasus, Marillion, Guano Apes und Apocalyptica. Tradition erlangt hat der Coca-Cola-Pinup-Contest, der Teilnehmerinnen aus aller Welt anzieht.

Video-Impressionen im Beitrag von "Tele M1":

Was macht einen Rocker aus?

16 Frauen mit Kurven und teils wirklich guten Ideen legten sich ins Zeug, um den ersten Preis zu gewinnen. Der Gewinnerin winkte eine Reise nach Las Vegas – für Pinups, Rockabellas und Rockabillys fast ein Muss auf der Liste der Dinge, die es zu erleben gilt. Das Publikum zeigte sich durchaus recht begeistert. Die Jury legte die Finalisten fest, das Publikum entschied via Dezibel-Messung. Der Abend erhielt einen kleinen Dämpfer, als eine Rauferei entstand. Gemäss Sprecher Alain Schaffner nur ein kleinerer Zwischenfall. Ein Wermutstropfen für die ganze Szene. Denn weder Musikliebhaber noch die Freunde der Fifties-Szene sind streitsüchtig oder aggressiv. In erster Linie sind die Treffen für ihre Gemütlichkeit und ihre gute Stimmung bekannt.

Am Sonntag war alles wieder «beim Alten». Dank des, zumindest trockenen, Wetters kamen die Besucher auch in der Anzahl, wie man es aus den letzten Jahren gewohnt war. Blank polierter Chrom, Weisswandreifen und Petticoats standen im Vordergrund – und natürlich der gute alte Rock ’n’ Roll. Alles zusammen ergibt eine einzigartige, nostalgische Stimmung. Am Riverside liessen es unter anderem Gotthard, Shakra und Joan Osborne noch einmal ordentlich krachen.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1