Grosser Rat

Grosser Rat winkt grössere Siedlungen in Sins mit einem Aber durch

Land für mehr Siedlungen in Sins, hier die Rossweid am südlichen Bauzonenrand.

Land für mehr Siedlungen in Sins, hier die Rossweid am südlichen Bauzonenrand.

Die Gemeinde Sins will ihre Siedlungen um knapp 9 Hektaren vergrössern. Das ist im Grossen Rat stark umstritten. In einer turbulenten Abstimmung lehnt er das Gebiet Schürmatt ab, alle übrigen Einzonungen genehmigt der Rat.

Aus Sicht der bürgerlichen Parteien SVP, FDP und CVP ist Sins als ländlichens Zentrum im südlichen Aargau präsestiniert dafür, wachsen zu können. Die Gemeinde habe im Zentrum stark verdichtet und auch alles richtig gemacht. Eine Ablehnung wäre eine unverdiente Strafe für das korrekte Vorgehen der Gemeinde.

Die SP und die Grünen anerkennen ebenfalls den starken Druck von Zuzügern aus dem Raum Zug. Aber sie kritisieren die viel zu grossen Einzonungen: ohne Schürmatt und Langweid wären sie im Sinne eines Kompromisses zu einer Zustimmung bereit gewesen.

Andrea Moll (FDP, Sins) bittet eindringlich für eine Zustimmung. «Verdichtetes Bauen haben wir schon immer auf unsere Fahne geschrieben», sagt sie. Die umstrittene Langweid Nord liege zwischen zwei Wohnzonen und schliesse eine Lücke. Das Land gehöre der Gemeinde und diese könne darum über die Gestaltung selber entscheiden.

Bauern: Wertvolles Kulturland gehe verloren

Aus Bauernsicht sind die Einzonungen zu grosszügig, einmal mehr gehe wertvolles Kulturland für immer verloren. Mit der Hälfte könnte die Gemeinde auch leben, meint Max Härri (SVP, Birrwil).

Baudirektor Stephan Attiger gibt zu bedenken, dass Sins seit Jahren plant und zwar für einen Zeitraum von 15 bis 20 Jahren. Für eine Zentrumsgemeinde sei ein gewisses Wachstum nötig.

Das Entwicklungskonzept laufe konform mit dem künftigen Raumplanungsgesetz. Für Attiger ist es auch wichtig, die Gemeindeautonomie zu respektieren. Mit einem Gestaltungsplan könne auch in der W2 einen Stock höher gebaut werden.

Ein Strauss von Auszonungs-Anträgen wird abgelehnt, aber zur Überraschung vieler das Gebiet Schürmatt nicht eingezont. Am Schluss werden die Einzonungen ohne Schürmatt mit 100 Ja zu 32 Nein genehmigt.

Meistgesehen

Artboard 1