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Grosser Benzin-Preisvergleich im Aargau: Es geht sogar noch günstiger

Michael Küng
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Kopie von Benzinpreise im Kanton Aargau
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Die Discount-Tankstelle in Holderbank ist die zweitgünstigste: Sie bietet den Liter Benzin Bleifrei 95 für 1,489 Franken an.
Darauf folgt die Tankstelle der J. Senn AG in Döttingen: Hier zahlen Autofahrer 1,49 Franken pro Liter.
Mit 1,52 Franken pro Liter ist auch "Fredys Tankstelle" in Untersiggenthal sehr günstig.
Bei der "Argovia"-Tankstelle in Obersiggenthal zahlen Schnäppchenjäger ebenfalls 1,52 Franken.
Ein Tiefpreis-Paradies in Sachen Tankstellen ist Wohlen. Am günstigsten tankt man an einer No-Brand-Zapsäule wie jener des Benzindiscount Meier: 1,53 Franken kostet der Liter Bleifrei 95.
Nur unwesentlich teurer ist die FS Tankstelle Hübscher mit 1,54 Franken pro Liter.
Auch etwas weiter südöstlich, in Muri, füllt man seinen Tank preisbewusst. Anbieter wie "Ruedi Rüssel" verkaufen das Benzin für 1,54 Franken.
Doch nicht im ganzen Freiamt ist Tanken so günstig: In Sins kostet der Liter bei vielen Anbietern (wie hier bei BP) 1,63 Franken.
Teuer ist es im Fricktal. In Stein beispielsweise müssen Autofahrer pro Liter 1,67 Franken hinblättern, sowohl bei Shell/Migrolino als auch bei Tamoil.
Viel fürs Benzin zahlen Automobilisten in der Nähe von grossen Städten. Wie hier in Berikon, wo der Einfluss von Zürich spürbar ist. Ein Liter Benzin kostet bei der Shell 1,67 Franken.
Preisbrecher wie die Carrosserie Baur...
...oder die Midland Tankstelle halten auf dem Mutschellen mit 1,605 Franken pro Liter dagegen.
Die Avia-Tankstelle beim McDonalds an der A1 in Kölliken verlangt aktuell am meisten für Diesel und Benzin in der Umgebung: 1,71 Franken.

Kopie von Benzinpreise im Kanton Aargau

Michael Küng

Der Benzinpreisvergleich der AZ vom Mittwoch stiess auf grosses Interesse. Und er hat im Nachhinein einen noch grösseren Preisbrecher zutage gefördert: ein Familienunternehmen in Oberkulm. Bei Roman und Hansruedi Faes gibts den Liter Bleifrei 95 aktuell für 1.48 Franken. Damit unterbieten sie Preisbrecher Adel Mustapha aus Holderbank um 0,9 Rappen.

Roman und Hansruedi Faes kennen ihre besten Kunden. «Schau mal Roman, das ist Frau Gerber an der Tankstelle, oder?», fragt Vater Hansruedi seinen Sohn. Er ist Inhaber der Garage Faes, Roman Geschäftsführer. «Ich staune manchmal, woher die Leute zu uns tanken kommen», sagt Hansruedi Faes. «Sogar aus Zürich und Nidwalden besuchen sie uns mit ihren Kanistern.» Schon seit je her bilden sich Freitags und Samstags lange Warteschlangen an der kleinen Tankstelle im Dorf. «Wir waren schon immer so günstig», sagt der Inhaber. Die Tankstelle betreibt die Familie nur gerade kostendeckend. Sie ist Werbung für ihre Citroën-Garage. «So können wir ein paar Leute zu uns in die Seitenstrasse bringen und auf uns aufmerksam machen», erklärt Hansruedi Faes.

Geschäft in dritter Generation

Die Garage hat vor über 50 Jahren sein Vater gegründet, ursprünglich als Karosserie-Werkstatt. Zur Verkaufsstelle von Neuwagen wurde sie schon kurze Zeit später, als ein Vertreter von Citroën bei Familie Faes vorbeikam und ihr die Idee einer Verkaufsstelle schmackhaft machen konnte. «In zwei Jahren feiern wir nun bereits das 50-jährige Jubiläum als Citroen-Garage», sagt Roman Faes. Der ehemalige Wirtschaftsprüfer ist vor vier Jahren in das Unternehmen eingetreten und leitet das Geschäft seit der Pensionierung des Vaters. Damit wird das Unternehmen Faes nun bereits in dritter Generation geführt.

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