Umwelt

Grosse Waldbrandgefahr im Aargau – erste Gemeinden erlassen absolutes Feuerverbot

Ob die prognostizierten Niederschläge die Lage entschärfen, beurteilt der Kanton am Montag.

Ob die prognostizierten Niederschläge die Lage entschärfen, beurteilt der Kanton am Montag.

Der Kanton wartet noch ab mit einem generellen Feuer- und Feuerwerksverbot auf den 1. August zu. Einige Gemeinden zeigen sich vorsichtiger und verbieten Feuer auf ihr Territorium.

Der Kanton Aargau mahnt die Bevölkerung zur Vorsicht mit Feuer im Freien. Nach den heissen und trockenen letzten Tagen herrsche grosse Waldbrandgefahr (Stufe 3 von 5), teilte der kantonale Führungsstab gestern Donnerstag mit. Gerade beim Feuern im Freien gelte es, entsprechende Vorsichtsmassnahmen einzuhalten und im Wald einzig die befestigten Feuerstellen zu nutzen. Weiter bittet der Führungsstab die Bevölkerung, keine brennenden Raucherwaren und Zündhölzer wegzuwerfen.

Am Wochenende sind Gewitter prognostiziert. Ob die Niederschläge die Waldbrandgefahr entschärfen, beurteilt der Führungsstab am Montag. Sollte die Trockenheit anhalten, dürfte er ein bedingtes Feuerverbot aussprechen. Mit einem absoluten Verbot auf den 1. August wie vor einem Jahr sei derzeit indes nicht zu rechnen.

Ohnehin gilt aber: Für fliegendes Feuerwerk ist in jedem Fall ein Sicherheitsabstand von 200 Metern zum Waldrand einzuhalten. Höhenfeuer müssen mindestens 50 Meter vom Waldrand entfernt sein. Ausserdem braucht es ein Sicherheitskonzept, das mit der Gemeinde abgestimmt ist. Die Mahnung des Führungsstabs gilt für den ganzen Kanton. Die Gemeinden können jedoch selber schärfere Verbote und Weisungen erlassen.

Im Zurzibiet gilt bereits Stufe 4 von 5

Bereits zwei Tage vor dem Kanton haben die 22 Gemeinden des Bezirks Zurzach und die Gemeinde Schwaderloch auf ihren jeweiligen Gemeindegebieten ein bedingtes Feuerverbot erlassen (Stufe 4 von 5). «Im Zurzibiet ist in den vergangenen Wochen gegenüber den anderen Aargauer Regionen wesentlich weniger Niederschlag gefallen», informieren die Behörden, «daher gilt die Gefahrenstufe 4 für Waldbrände, diese entspricht einer grossen Waldbrandgefahr.»

Bei Gefahrenstufe 4 sind Feuer und Feuerwerk im Wald und im Abstand von 200 Metern zum Waldrand verboten. Auch für unbefestigte Feuerstellen im Siedlungsgebiet gilt das Verbot. Ausgenommen sind Höhen- und 1.-August-Feuer mit einem Mindestabstand von 200 Metern zum Waldrand.

Im Bezirk Zurzach hat ein Trio, bestehend aus dem Regionalen Führungsorgan (RFO), dem Zivilschutz (ZSO) und dem Bevölkerungsschutzverband, die Empfehlung für Stufe 4 ausgesprochen. «Die Kompetenz über die Verfügung liegt aber am Ende bei den Gemeinden», sagt RFO-Chef Andreas Walder. Er ist erleichtert, dass die Gemeinderäte die Empfehlung angenommen haben.

Auch Fachstellen wie die Forstämter, die Feuerwehren und die Regionalpolizei wurden beratend hinzugezogen. «Ich hoffe, dass die Bevölkerung Folge leistet», sagt Walder. «Im letzten Jahr hat sie das Verbot sehr gut eingehalten.» Damals hatte der Kantonale Führungsstab am 30. Juli 2018 ein Feuerverbot und Feuerwerksverbot im ganzen Aargau ausgesprochen (Stufe 5).
Die aktuellen Stufen gelten sowohl im Aargau als auch im Zurzibiet bis auf weiteres. Walder betont:

Feuerwerksverbote in mehreren Aargauer Gemeinden

Wegen der andauernden Hitzewelle herrscht im Aargau erhebliche Waldbrandgefahr. Mehrere Gemeinden haben darum nun ein Feuerwerks- respektive Feuerverbot ausgesprochen.

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