Klima-Song

«Greta, wir fliegen nicht mehr nach Kreta»: Bruder von Peach Weber singt Klima-Song

Marcel Weber reiste für die Studio-Aufnahmen seines Greta-Songs nach Deutschland. Bild: zvg

Der Aargauer Marcel Weber hat mit «Greta, wir fliegen nicht mehr nach Kreta» einen Song mit Ballermann-Potenzial geschrieben.

Peach Weber wollte einst an den Eurovision Song Contest, setzte sich aber mit seinem Song «I will win» nicht durch. Sein jüngerer Bruder Marcel, seit zwei Jahren ebenfalls Comedian, peilt ein anderes Ziel an. Einen Sommerhit. Ein Song, der am Ballermann in Mallorca rauf- und runtergespielt wird. Doch wie sein Bruder meint er es eigentlich nicht wirklich ernst. «Am Ballermann hat niemand auf mich gewartet», sagt der 60-jährige Marcel Weber. Und: «Ich bin musikalisch unbegabt. Das hört man schnell.»

«Greta, wir fliegen nicht mehr nach Kreta», heisst der Party-Song, der seit einer Woche auf Youtube zu finden ist. Es ist der erste Song überhaupt aus der Feder des jüngeren Weber. «Der Refrain und die Musik fielen mir spontan ein und ich brachte sie nicht mehr aus meinem Kopf», sagt er. Inspiriert hat ihn eine Meldung im Radio über die schwedische Klimaaktivistin Greta, just als er am Gubrist im Stau steckte. Der Refrain sei nicht allzu kreativ, gibt er lachend zu. «Auf Greta reimt sich beinahe nur Kreta.»

Marcel Weber - Greta, wir fliegen nicht mehr nach Kreta

Mit dem Song im Kopf suchte sich Weber Hilfe in Deutschland, beim bekannten Mallorca-Hitproduzenten Oliver de Ville, der dem Lied viel Potenzial zuschreibt. Dank de Ville ist das ganze Projekt plötzlich um einiges professioneller, als sich dies Weber am Gubrist eigentlich vorgestellt hat. Statt nur eine schweizerdeutsche Version, trällert er den Song auch auf Hochdeutsch. Statt nur eine Audioversion gibt es jetzt auch noch den passenden Musikclip dazu. «12 Stunden drehen für einen 3-minütigen Film», sagt Weber, dem man anhört, wie anstrengend es war. Es hat sich gelohnt: Das Medium «Mallorca Hits TV» hat das Video geteilt.

8200 Klicks hatte der Song am Freitagabend auf Youtube. «Noch besser läuft es auf Facebook», sagt Weber, der sich über das meist positive Feedback freut. «Hat das Potenzial zum Hit», kommentiert ein User. Ein anderer meint: «Klasse Song! Genau richtig für den Ballermann ...»

Der Party-Song, der zum Klimaschutz aufruft

Falls es der Song tatsächlich an den Ballermann schafft, hätte dies eine ironische Note. Singt Weber doch: «Am schönsten sind Ferien daheim, so sparen wir viel CO2. Statt im Ausland zu chillen, tust du mit deinem Schatz auf dem Balkon grillen. So schonen wird unsere Welt und sparen erst noch viel Geld.»

Er sei kein Klimaaktivist, betont Weber, «und selber ein Vielflieger.» Es ginge ihm nicht darum, anderen Vorhaltungen zu machen. Der Spassfaktor stehe im Vordergrund. «Aber wenn der Song zum Nachdenken anregt, umso besser. Auch mich.»

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Autor

Fabio Vonarburg

Fabio Vonarburg

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