Twitter-Streit

Glarners Twitter-Gegnerin erwägt Anzeige: «Es wurde eine Grenze überschritten»

Möglicherweise findet der Twitterstreit zwischen Andreas Glarner und Moni Nielsen vor Gericht eine Fortsetzung.

Möglicherweise findet der Twitterstreit zwischen Andreas Glarner und Moni Nielsen vor Gericht eine Fortsetzung.

Andreas Glarner hat schon mehrmals Strafanzeige gegen Twitter-User eingereicht, die seiner Meinung nach zu weit gegangen waren. Nun droht dem SVP-Nationalrat dasselbe Schicksal.

Mit einem abschätzigen Post auf Facebook über zwei Kritikerinnen zog Andreas Glarner den Zorn der Web-Community auf sich. Der Eintrag galt unter anderem Moni Nielsen, die sich mit dem SVP-Hardliner auf dem Kurznachrichtendienst Twitter seit geraumer Zeit einen heftigen Online-Schlagabtausch zum Thema Asyl lieferte. Die Folge: Glarners Facebook-Account wurde kurzzeitig gesperrt, aus Twitter hat er sich endgültig verabschiedet.

«Dass ein Nationalrat eine Privatperson an den Facebook-Pranger stellt, ist ein 'No-Go'», findet Moni Nielsen. Sie sei weder eine politische Gegnerin noch eine Person von öffentlichem Interesse, sagt sie gegenüber Tele M1.

Nicht zuletzt deshalb überlegt sich Nielsen nun, rechtliche Schritte gegen Glarner einzuleiten. «Es wurde eine Grenze überschritten». Als «normale Bürgerin» wolle sie sich nicht von einem Nationalrat ihres Wohnkantons beleidigen lassen.

Facebook-Knatsch um Andreas Glarner

Facebook-Knatsch um Andreas Glarner

Der SVP-Nationalrat nimmt kein Blatt vor den Mund und verspottet auf Facebook zwei Frauen wegen ihres Aussehens. Die Folgen: Ein Shitstorm und eine Facebook-Sperre.

Der Facebook-Post von Andreas Glarner

Der Facebook-Post von Andreas Glarner

Glarner selbst relativiert den Facebook-Eintrag, der übrigens nicht mehr auf seinem Profil zu finden ist. Mit dieser Reaktion habe er nicht gerechnet. «Auf meinem Facebook-Profil wurde dann auch ziemlich grob geschrieben», so der Gemeindeammann von Oberwil-Lieli.

Wer gegenüber Glarner auf sozialen Medien die Grenzen überschreitet, musste in der Vergangenheit mit Sanktionen rechnen. Mehrmals zeigte er User an, die Glarner in ihren Beiträgen braunes Gedankengut unterstellten. Für einmal nun scheint die Situation genau umgekehrt. (cze)

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