SonnTalk

Glarner über Soldaten an der Grenze: «Dafür haben wir ja die Armee»

Soldaten für Grenzschutz — Energiestrategie — Obama-Bilanz

Soldaten für Grenzschutz — Energiestrategie — Obama-Bilanz

Soldaten für Grenzschutz: Sicherheit oder Stimmungsmache? — Energiestrategie: SVP-Referendum Mogelpackung? — Obama: Friedenspräsident oder Führungsschwäche?

SVP-Asylchef äussert sich im SonnTalk zu den Plänen von Finanzminister Ueli Maurer, das Grenzwachtkorps mit Schweizer Soldaten zu verstärken und warnt vor kommenden Flüchtlingsströmen.

Zu Beginn des ersten Talkrunde des Jahres auf TeleZüri verriet Moderator Markus Gilli seinen Gästen – Managementberaterin Sonja A. Buholzer, Nationalrat Bastien Girod (Gr/ZH) und Nationalrat Andreas Glarner (SVP/AG) – seinen ersten Frust des Jahres, nämlich die Übergriffe in Zürich während der Silvesternacht, in vielen Fällen verübt durch Ausländer.

Damit war schon vorgespurt für das spätere Hauptthema der Sendung: Grenzschutz. Der Aargauer Nationalrat stieg sofort ein und behauptete, die Ereignisse in Zürich seien eine Folge der unkontrollierten Einwanderung. «Wir müssen uns schützen vor Leuten die Schutz suchen. Das ist an Absurdität nicht mehr zu überbieten», folgerte der SVP-Asylchef.

Angstmacherei sei dies, warf Sonja Buholzer Glarner vor und nichts anderes sei auch der von Bundesrat Ueli Maurer kürzlich vorgestellte Plan, das Grenzwachtkorps mit 50 Soldaten der Schweizer Armee zu verstärken. «Von den rund 30'000 illegal Eingereisten kamen 26'000 mit dem Zug.» Folglich müssten wenn schon Bahnhöfe und Züge besser überwacht werden.

Den Angstmacher wollte sich Glarner nicht anhängen lassen und warnte vor neuen Flüchtlingsströmen, die in diesem Jahr zu erwarten seien: «Wir können ja auch einfach nichts tun und warten. Dann können die blondhaarigen Frauen davonrennen», sagte Glarner angriffig. 50 Soldaten seien immerhin ein Signal. «Vielleicht brauchen wir dann noch mehr.»

Bastien Girod ortete hinter dem SVP-Plan zur Grenzverstärkung eine Trickserei, um bei den regulären Grenzwächtern zu sparen und plädierte für direkte Massnahmen, zum Beispiel im Bereich der Integration. Die Armee könne zwar im Notfall an der Grenze eingesetzt werden. Ein solcher, da waren sich Girod und Buholzer mehr oder weniger einig, sei aber derzeit nicht gegeben.

Für Andreas Glarner ist hingegen Bereitschaft das Gebot der Stunde. Die Kürzungen im Grenzwachtkorps sind für ihn kein Problem. «Dafür haben wir ja die Armee. Sie kann überall subsidiär eingesetzt werden. So steht es in der Verfassung.» (cze)

Der vollständige Sendung sehen Sie oben sowie auf TeleZüri

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