Die grüne Noch-Regierungsrätin Susanne Hochuli hat in einem Interview mit der «Schweiz am Sonntag» eine Integrations-RS vorgeschlagen. Asylbewerber sollen zu Deutschkurs und Arbeitseinsatz verpflichtet werden, forderte Hochuli.

Von Tele M1 befragt, doppelt Hochuli nach: «Integration ist nicht umsonst zu haben», sagt sie. Das gelte für das Gastland ebenso wie für jene Menschen, die es zu integrieren gilt. Man müsse eben fordern und fördern.

Wird die abtretende Chefin des Aargauer Gesundheits- und Sozialdepartementes am Ende ihrer Karriere etwa noch zum Hardliner? Ganz und gar nicht, findet Hochuli. Ihre Vorschläge seien auch nicht neu, jedoch erstmals richtig von den Medien aufgegriffen worden, so die ehemalige Journalistin.

Keine Zwangsarbeit für Flüchtlinge

Integration mittels Arbeitspflicht – diesem Vorschlag kann der Aargauer SP-Nationalrat Cédric Wermuth nichts abgewinnen. «Es muss darum gehen, Flüchtlinge in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren und nicht in einen zweiten, um damit eine parallele Asylindustrie zu schaffen.»

Eine harte Hand gegenüber Asylsuchenden ist hingegen ganz nach dem Geschmack von Andreas Glarner: «Schön, dass ihr das nach 8 Dienstjahren und fast 2,5 Millionen Franken Lohnbezug jetzt einfallt, wo sie aufhört», lobt der SVP-Nationalrat aus Oberwil-Lieli in zynischem Unterton.

Ganz überrascht ist Glarner von Hochulis Vorschlägen dann aber wohl doch nicht. Der SVP-Asylchef hält fest: «Es ist immer so: Wenn Magistraten aus dem Amt gehen, haben sie die besten Ideen.» (cze)