Greenpeace

Giftige Schadstoffe in Outdoorjacken von Aargauer Firma bestätigt

Outdoorjacken mit Schadstoffen. (Symbolbild)

Outdoorjacken mit Schadstoffen. (Symbolbild)

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace analysierte 14 Kinder- und Damenjacken bekannter Outdorr-Marken. Darunter war auch der Seetaler Hersteller Mammut, bei dem in einem Modell die PFC-Schadstoffe gefunden wurden.

«Uns ist die Problematik mit den Gift-Stoffen in den Jacken bekannt», bestätigt Adrian Huber, Business and Brand Development bei Mammut zur az.

Die Umweltorganisation Greenpeace analysierte 14 Kinder- und Damenjacken bekannter Outdoor-Marken. Alle Kleiderproben enthielten giftige Stoffe. So auch die drei Modelle aus der Schweiz. Zum Beispiel war das Modell Fujijama von Mammut dabei.

Das Gefährliche ist laut Experten, dass die Gifte sich im Körper anreichern können. Jüngste Studien sprechen von verminderter Frucht­barkeit, Schilddrüsenerkrankungen und Immunstörungen, heisst es auf «Blick.ch».

Wind- und Wasserdicht

Die Kleider müssen Wind- und Wasserdicht sein. Um dies zu erreichen, werden die Kunstfasern mit den giftigen Substanzen namens PFC (kurz für: per- und polyfluorierte Chemikalien) chemisch behandelt.

«Ein Alpinist hat das Bedürfnis, dass seine Jacke Wind- und Wasserdicht ist. Wenn wir diese PFC-Schadstoffe weglassen würden, könnten wir ein solches Produkt nicht anbieten», meint Huber. Er finde jedoch, dass Greenpeace zurecht auf die Stoffe aufmerksam mache: «Die Stoffe können von der Natur nicht abgebaut werden und sind definitiv giftig.»

Giftstoffe bei Mammutjacke gefunden

Giftstoffe in Mammutjacke gefunden

Technik noch nicht so weit

Der Hersteller Mammut sei aber immer wieder besorgt darum, neue Techniken zu entwickeln die Umweltfreundlicher seien. Die Technik sei aber heute noch nicht auf dem nötigen Stand. Eines will aber Adrian Huber festhalten: «Die Inhalte sind für den Jackenträger nicht schädlich». (jgr)

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