Asylunterkünfte

Gibt es in Brittnau bald ein «Asylanten-Dorf» auf dem Bauernhof?

Walter Weber ist Landwirt in Brittnau und hat sich zu den fehlenden Asylunterkünften und dem wirtschaftlichen Druck für Kleinbauern seine Gedanken gemacht. Daraus entstand eine Projekt-Idee: «Asylanten-Siedlung auf dem Land».

«Asylanten sind Menschen auf der Flucht. Menschen, die niemand will und doch sind sie hier...», so schreibt Bauer und Berufsschullehrer Walter Weber in einem Prospekt, welcher seine Projekt-Idee vorstellt. Auf dem vier Kilometer westlich von Brittnau liegenden Weiler Mättenwil möchte Weber eine Siedlung für Asylsuchende schaffen.

Asylanten-Dorf auf dem Bauernhof

Der Druck auf die Kleinbauern werde in den kommenden Jahren immer grösser, viele Betriebe müssten wegen der Landwirtschaftspolitik geschlossen werden. Folglich gebe es massenhaft freies, billiges Land -  und das an den schönsten Orten, nahe der Natur, schreibt Weber.

Dies und der anhaltende Notstand an Asylunterkünften hätten ihn auf die Idee gebracht, sein Land als Wohnraum für Asylbewerber zur Verfügung zu stellen. Auf dem Land seines Landwirtschaftsbetriebes soll eine Wohncontainer-Siedlung entstehen. Weber hat bereits eine klare Vorstellung und liefert im Prospekt einen Plan für ein mögliches Container-Dorf an der Bötscheshalden in Brittnau gleich mit.

Machbarkeit prüfen

Mit einem Schreiben vom 11. April, das er an den Bundesrat, den Regierungsrat des Kantons Aargau und den Gemeinderat von Brittnau, gerichtet hat, bittet Weber die Behörden um Gehör und darum seine Idee auf ihre Machbarkeit zu prüfen.

Die Idee von Asyl-Dörfern ist nicht neu und umstritten. Die Argumentation des Landwirtes erscheint aber auf den ersten Blick plausibel. Was dahinter steckt und wie ersthaft der Vorschlag ist, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt nur schwer beurteilen.

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