Plakatverbot
Giacobbo/Müller: «Dieser Regierungsrat ist offenbar Erdogan-Fan – er heisst Alex Hürzülür»

Letzte Woche hat Bildungsdirektor Alex Hürzeler die Plakataktion von Kantonsschülern zum geplanten Bildungsabbau verboten. Die TV-Satiriker Giacobbo/Müller zogen am Sonntag in ihrer Sendung nun einen Vergleich zum türkischen Staatschef Erdogan.

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Im Vorfeld der Lehrer-Demonstration vom 8. November wollten die Schülerorganisationen in den Kantonsschulen ihre Mitschüler mit sechs Plakatenüber den geplanten Bildungsabbau informieren.

Doch aus der Plakataktion wurde nichts: Bildungsdirektor Alex Hürzeler hatte sich darüber empört und sie verboten. Damit ist der Regierungsrat allerdings gleich doppelt in eine Fall getreten:

az-Chefredaktor Christian Dorer schrieb am Samstag in seinem Wochenkommentar dazu: «Der Empörte empört sich öffentlich und gibt so dem Unbedeutenden Bedeutung.» Ein simpler Mechanismus, und doch schnappe die Falle immer wieder zu. Als Vergleich erwähnt Dorer beispielsweise die Klage des türkischen Staatschefs Erdogan gegen Satiriker Jan Böhmermann wegen eines beleidigenden Gedichts.

Nun haben am Sonntagabend auch die TV-Satiriker Giacobbo/Müller einen Erdogan-Vergleich gezogen. Viktor Giacobbo nahm den SVP-Regierungsrat wegen des Plakatverbots auf die Schippe: «Es gibt dort einen Regierungsrat, der ist offenbar Erdogan-Fan. Er heisst Alex Hürzülür.»

Mike Müller fügte erklärend an, dass politische Aktionen eben ausserhalb des Schulareals stattfinden müssen. «Das gleiche gilt allerdings auch für Sparaktionen im Bildungsbereich. Diese müssen ja dann auch ausserhalb des Schulareals stattfinden.» (edi)