NAB-Ende

Gewerbler fürchten, dass der Credit Suisse das Gespür für ihre Sorgen fehlt – Verband macht Druck

Kurt Schmid hat die Credit Suisse kritisiert.

Kurt Schmid hat die Credit Suisse kritisiert.

Etliche Gewerbler wollen der Credit Suisse den Rücken kehren. Der Gewerbeverband macht Druck auf die Bank.

Vor zwei Wochen hat die Credit Suisse (CS) das Ende der Neuen Aargauer Bank (NAB) bekannt gegeben. Ein Schock für den ganzen Kanton – und ein Entscheid, der für viel Empörung sorgte. Gewerbeverbandspräsident Kurt Schmid sagte schon wenig später: «Das ist eine Ohrfeige für den Kanton und die Unternehmen im Aargau.» Mit dieser Einschätzung ist er offenbar nicht allein.

Die CS soll in die Pflicht genommen werden

Den Aargauischen Gewerbeverband haben in den letzten Tagen derart viele Rückmeldungen von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) erreicht, welche die Bank wechseln wollen, dass man sich entschieden hat, eine Medienmitteilung her­auszugeben. «Die NAB zeigte über Jahrzehnte immer wieder Verständnis für die Sorgen und Nöte der KMU, besonders in wirtschaftlich schwierigen Zeiten. Die KMU glauben, dass dieses Verständnis in der Grossbank verloren gehe», steht da zum Beispiel.

Der Gewerbeverband will die Bedenken der Aargauer Unternehmen der Geschäfts­leitung der Credit Suisse Aargau um Interimschef Roger Suter vorlegen. Man will die CS in die Pflicht nehmen, «dass sie ihre Regionalität langfristig unter Beweis stellt», schreibt der Gewerbeverband.

Das Ende der NAB bedeutet für den Aargau auch die Schliessung von 18 der 30 gemeinsamen NAB- und CS-Filialen. Die Credit Suisse spart fast die Hälfte ihrer 37 in der Schweiz gestrichenen Geschäftsstellen im Kanton Aargau ein.

So sieht die Banken-Landschaft im Aargau aus:

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