Gewässer
Polizei warnt: Baden und «Böötlen» in Flüssen ist derzeit sehr gefährlich

Sommerliche Temperaturen, blauer Himmel und ein brauner Fluss. Wegen der vielen Regenfälle sind die Gewässer in der Region hoch und deshalb auch lebensgefährlich. Die Polizei warnt vor «Böötlen» und Baden in den Flüssen.

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TeleM1

Nachdem am Freitag ein 69-jähriger Schwimmer in einer aufwendigen Rettungsaktion aus der Limmat geborgen werden musste, hat die Stadtpolizei ein Schwimm- und Böötli-Verbot für dieses Wochenende erlassen. Auch im Aargau führen die Flüsse viel Wasser, wie TeleM1 berichtet. Ein Verbot gibt es derzeit nicht. Doch Corina Winkler, Kommunikationschefin der Kapo Aargau, warnt eindringlich:

«Insbesondere die fliessenden Gewässer sind zur Zeit sehr gefährlich. Das hat einerseits mit den Wassermassen zu tun, aber auch mit dem Schwemmmaterial, dass die Flüsse mitführen.»

Die Polizei rate davon ab, auf oder ins Wasser zu gehen, so Winkler weiter. Aber auch am Wasser könne es gefährlich werden, besonders für Kinder. Dies zeigt auch ein Fall eines 9-Jährigen: Er wollte einen Ball aus dem Wasser fischen und wurde von der Zulg mitgerissen. Die Polizei hat seine Leiche am Samstag im Wohlensee gefunden, er wurde seit 15 Tagen vermisst.

Trotz der Gefahren wagten sich am Samstag einige Leute ins Wasser. So etwa bei der Surfwelle in Bremgarten. «Gerät man in einen Strudel, muss man sich hinunterziehen lassen. Das dauert maximal 40 Sekunden, dann kann man wegschwimmen», erklärt einer der Surfer.

Wie sich die Situation in den kommenden Tagen und Wochen entwickelt ist noch unklar, kurzfristig bleibt das Schwimmen in Flüssen aber gefährlich. (kob)