Gesundheitswesen
Aargauer Spitex Verband will mit dem Gesundheitsverband fusionieren.

Die neue Geschäftsleiterin des Spitex Verbands, Susanne Seytter, will die Fusion schon im kommenden Jahr unter Dach und Fach bringen.

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Susanne Seytter ist neue Geschäftsleiterin des Spitex Verbands Aargau. Die Stelle hat sie am 1. August 2021 angetreten.

Susanne Seytter ist neue Geschäftsleiterin des Spitex Verbands Aargau. Die Stelle hat sie am 1. August 2021 angetreten.

zvg

Der Spitex Verband Aargau (SVAG) hat eine neue Geschäftsleiterin. Susanne Seytter tritt die Nachfolge von Max Moor an. Sie ist bereits seit dem 1. August im Amt.

Susanne Seytter war zuletzt beim Hilfswerk der Evangelischen Kirchen Schweiz (HEKS) für die Leitung des interkulturellen Dolmetscherdienstes Aargau, Solothurn und der beiden Basel mit über 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zuständig.

HEKS und der Spitex Verband Aargau haben in den vergangenen Jahren zahlreiche Projekte gemeinsam erarbeitet, wie der Verband in einer Medienmitteilung schreibt. So müsse Susanne Seytter zwar zuerst die internen Abläufe kennenlernen, habe aber den Vorteil, eine Aussensicht einzubringen, die für den Austausch mit verschiedenen Organisationen und Partnern förderlich sein könne.

Die Tage des Spitex Verbands sind gezählt

Zu den Aufgaben der neuen Geschäftsleiterin gehört auch, den Verband in die Zukunft zu führen. Diese sehen die Verantwortlichen im Aargauer Gesundheitsverband vaka. Laut Mitteilung will der Spitex Verband Aargau seinen Mitgliedern im kommenden Jahr die Fusion mit der vaka vorschlagen.

Die Vorbereitungen laufen seit zwei Jahren. «Für mich ist dieser Veränderungsprozess ein spannender Einstieg», wird Susanne Seytter in der Mitteilung zitiert. Die angedachte Fusion sei für sie «ein folgerichtiger Schritt» für die Entwicklung der integrierten aargauischen Gesundheitsversorgung.

Trotzdem stellt sich die Frage, wie schlagkräftig die Spitex, deren Fokus auf der Pflege zu Hause liegt, noch ist, wenn sie plötzlich Teil jenes Verbandes ist, dem auch die Aargauer Pflegeheime angehören, die andere Interessen verfolgen. Michael Ganz, Präsident des Spitex Verbands Aargau, winkt ab: «Es geht genau um das Signal, dass man zusammen und nicht gegeneinander arbeitet. Die Gesundheitsversorgung im Aargau muss ganzheitlich betrachtet werden.» Ganz betont, bereits heute würde der Spitex Verband informell mit den anderen Sparten der vaka zusammenarbeiten. Schliesslich seien die Büros der vaka und der Spitex im gleichen Gebäude.

Mitglieder entscheiden über Fusion

Es sei auch nicht so, dass sie Spitex nach der Fusion nicht mehr eigenständig wahrgenommen würde. «Die Spitex wäre neben den Akutspitälern, Rehakliniken, Psychiatrien und Pflegeinstitutionen die fünfte Sparte der vaka», sagt Ganz. Innerhalb der Sparte könne sich man sich weiterhin für die spezifischen Anliegen der Spitex, und damit der Pflege zuhause, einsetzen. Über die Fusion werden die Mitglieder entscheiden. (cri/nla)

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