Gesundheit
Dank Algorithmus: Die Sicherheit der Patienten am Kantonsspital Aarau soll steigen

Ein Team des Kantonsspitals Aarau hat ein Tool entwickelt, das problematische Konstellationen bei Medikamenten erkennen soll. Dadurch könnten auch Kosten gesenkt werden, schreibt das KSA.

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Wie viele Pillen sollen und dürfen es sein? Ein Algorithmus soll helfen.

Wie viele Pillen sollen und dürfen es sein? Ein Algorithmus soll helfen.

Symbolbild: Oliver Menge

(az/cri) Medikamentöse Behandlungen werden immer komplexer, die Anzahl eingenommener Medikamente nimmt stetig zu – und damit auch das Risiko von Medikationsfehlern. Diesem Fakt wollte das Kantonsspital Aarau entgegenwirken. Während fünf Jahren wurde ein Porjekt entwickelt, wie Fehler bei der Medikation gesenkt werden können. Seit der vergangenen Woche ist das Analysetool nun auch am Spital Zofingen und dem angegliederten Pflegezentrum in Betrieb.

Wie das Kantonsspital Aarau in einer Mitteilung schreibt, beziehe das neue Analyseprogramm Daten aus der elektronischen Patientenakte. Das sind beispielsweise Werte aus Labors oder auch Alter, Gewicht und Medikamente. Erkennt das System eine fragwürdige Dosierung oder eine problematische Konstellation von Medikamenten, gibt es sogleich eine Warnmeldung von sich. Dies geschieht auf der Basis von Algorithmen.

Bald in der ganzen Schweiz zugänglich?

Gemäss der Mitteilung des Kantonsspitals soll sich die Investition in das Forschungsprojekt bald auch schon finanziell auszahlen. Je nachdem kosten Folgebehandlungen nach Medikamentenfehlern bis zu 8000 Franken.

In den kommenden Monaten ist ein schrittweiser Ausbau des Systems geplant. Zudem sollen diese Algorithmen künftig auch anderen Spitälern zugänglich gemacht werden, um die Patientensicherheit so in der ganzen Schweiz zu erhöhen.