Giacobbo/Müller
Geri Müller macht Werbung für Baden und sieht Krim-Konflikt etwas anders

Der Badener Stadtammann und Grüne-Nationalrat Geri Müller war zu Gast bei SRF-Satiresendung Giacobbo/Müller. Müller schlug sich gut: Er machte Werbung für Baden und warb um Verständnis für Putins Vorgehen auf der Krim.

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Geri Müller musste in «Giacobbo/Müller» einstecken – teilte aber auch aus.

Geri Müller musste in «Giacobbo/Müller» einstecken – teilte aber auch aus.

Screenshot SRF.ch

Am Sonntagabend empfingen Mike Müller und Viktor Giacobbo in ihrem Satiremagazin Giacobbo/Müller politischen Besuch. Der Badener Stadtammann und Grüne-Nationalrat Geri Müller war der Talkgast.

Angekündigt wurde der Besuch durch Giacobbo mit den Worten: «Er ist immer auch mal wieder einer, der aussenpolitische Stellungen bezieht, die nicht dem Mainstream entsprechen.»

Dass er zum Beispiel in der Ukraine-Krise auch eine andere Position als die Mehrheit vertritt, machte er gleich zu Beginn klar. Er versuchte um Verständnis für Putins Vorgehen auf der Krim zu werben: "Die Russen haben ein Marketing-Problem." Was Putin in der Krim mache, würden andere Länder auch tun und würden es wie die USA in Afghanistan "Partnership for Peace" nennen. Die Russen dagegen machten einfach einen militärischen Eingriff.

Geri Müller verteidigte auch die aussenpolitische Wichtigkeit von Baden. «1714 wurden bei uns wichtige Friedensverhandlungen geschlossen», hielt er fest. Das Thema, das den Politiksatirikern wohl am meisten unter den Fingern brannte, war jedoch die Beziehung zwischen Baden und Zürich.

Während sich Mike Müller eher schweigsam gab, stichelte Giacobbo weiter: «Baden ist doch die Krim von Zürich, oder nicht?» Der Grüne Parlamentarier konterte nicht schlecht: «Bisher dachte ich, das sei genau anders rum?»

Müller wurde auch darauf angesprochen, dass er auf der Schlossruine Stein die Badener durch die Schweizer Fahne ausgewechselt hatte. Giacobbo darauf erstaunt: «Das geht bei euch ja noch struber zu und her als in der Ukraine!»

Dass der Stadtammann Erfahrung in der Psychiatriepflege mitbringen kann, nütze ihm vor allem im Parlament: » Gerade im Nationalrat ist der Psychiatriepfleger sehr wichtig – da kann man die Leute mit gewissen Medikamenten ruhigstellen.» (bab/fam)

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