Der Gemeinderat von Uerkheim hat auf die neue Amtsperiode 2018/2021 festgelegt, Steuersäumige und Einwohner, welche Steuer- und Krankenkassenausstände ausweisen, vor den Gesamtgemeinderat vorzuladen. Ziel dieser Massnahme sei es, Vereinbarungen über die Begleichung der Steuer- oder Krankenkassenausstände zu treffen. Dies schreibt die Gemeindeverwaltung in ihrer Mitteilung vom Donnerstag.

Bei den Gesprächen gehe es nicht darum, jemanden anzuprangern, wie Uerkheims Gemeindeammann Herbert Räbmatter gegenüber dem Regionaljournal Aargau-Solothurn von SRF erklärt. Durch das direkte Gespräch mit Betroffenen könne man deren Situation besser einschätzen und ihnen helfen, Wege aus den finanziellen Nöten zu finden. Dank den Vorladungen habe die Gemeinde bereits einen gewissen Erfolg erzielen können. 

21 Personen vorgeladen – 7 blieben unentschuldigt fern

Uerkheim ist nicht die erste kleinere Gemeinde, die mit solchen Massnahmen auf säumige Steuerzahler reagieren, wie Renate Gautschy, Präsidentin der Aargauer Gemeindeammänner-Vereinigung auf Anfrage von SRF erklärt. «Es ist ein neuer Ansatz, um den Menschen präventiv zu helfen», so Gautschy. Es sei zwar nicht in erster Linie die Aufgabe des Gemeinderates, das Gespräch mit Steuersäumigen zu suchen, es sei aber die Aufgabe des Gemeinderates, in solchen Fällen genauer hinzuschauen, erklärt Gautschy weiter.

Bis anhin seien in Uerkheim 21 Personen vor den Gemeinderat eingeladen worden. Davon seien 7 unentschuldigt nicht erschienen, wie es in der Gemeindemitteilung heisst. Blieben säumige Steurzahler unentschuldigt fern, würden rechtliche Schritte, also die vollumfängliche Betreibung und Prüfung einer Liegenschaftsverwertung in die Wege geleitet. (luk)