Aargau

Gemeinderanking: Baden liegt einige Plätze vor Aarau

Baden liegt auf Rang 37 im gesamtschweizerischen Ranking und hat die Nase gegenüber Aarau (Rang 117) vorn.

Baden liegt auf Rang 37 im gesamtschweizerischen Ranking und hat die Nase gegenüber Aarau (Rang 117) vorn.

Die Nase ganz vorn hat aber Seengen. Die Gemeinde am Hallwilersee ist die attraktivste der Aargauer Gemeinden und liegt schweizweit auf Platz 23. Die Attraktivität der Gemeinden ist im Auftrag der Weltwoche untersucht worden.

«Dynamik ist uns wichtig», wird Jörg Bruder, Gemeindeammann in Seengen, zitiert. Die Infrastruktur werde ständig verbessert. Die 3800 Einwohner zählende Gemeinde rangiert erstmals auf Platz 1 des Kantons und gesamtschweizerisch auf Platz 23 der 921 durch die Untersuchung erfassten Gemeinden.

Seengen werde weiterhin wachsen, Baulandreserven seien ausreichend vorhanden. Gegenwärtig plant die Gemeinde ein Alters- und Pflegezentrum für 20 Millionen Franken, das weitere Arbeitsplätze in die Gemeinde bringt.

Auf Platz 893 ist Reinach die schlechtest rangierte Aargauer Gemeinde. Die Reinacher dürften aber deshalb kaum in Versuchung kommen, nach Seengen zu zügeln. Auch wenn Seengen den meisten Kriterien Vorteile hat.

Seengen kann es sich leisten, die Steuerzahler weniger zu schröpfen. Auch in den Kriterien Schulen und Bildung sowie Mobilität und Verkehr schneidet die Gemeinde im oberen Wynental schlechter ab. Die medizinische Versorgung ist in Reinach zwar besser, dafür dürfen sich die Einwohner in Seengen sicherer fühlen.

Im Auftrag der Weltwoche hat die Zürcher Beraterfirma IAZI alle Schweizer Gemeinden mit mehr als 2000 Einwohnern untersucht. Im Gegensatz zu den Vorjahren – es ist das siebte Gemeinderanking – ist die Untersuchung um zusätzliche Daten ergänzt worden.

Gemessen wurden insgesamt 40 Kriterien. Diese betreffen Arbeitsmarkt, Wohnen und Immobilien, Bevölkerungsstruktur, Steuerbelastung, Schulen und Bildung, Verkehr, medizinische Versorgung, Einkaufen, Kultur und Freizeit sowie Sicherheit und Kriminalität. Weniger stark als früher werden wirtschaftliche Kriterien gewichtet, dafür sind Faktoren, welche die unmittelbare Lebensqualität betreffen, wichtiger.

Baden verbessert sich gegenüber dem Vorjahr um 20 Plätze auf Platz 37 und punktet unverändert vor allem in den Bereichen medizinische Versorgung sowie Verkehr. Aarau hat gegenüber Baden in Bezug auf Arbeitsmarkt die Nase deutlich vorn, verliert aber beim Kriterium Wohnen.

In Bezug auf die medizinische Versorgung sind sie dank der Kantonsspitäler gleichauf und belegen Spitzenplätze. Dass Baden im Gesamtranking Einkaufen, Kultur und Freizeit auf Platz 37 rangiert ist beachtlich, nur, das mag die Ostaargauer wurmen oder sie misstrauen der Untersuchung, Aarau liegt auf Platz 2.

Über alles schafft es Aarau allerdings nicht unter die ersten Hundert. Aarau liegt einen Rang vor Lenzburg auf Platz 117. Wettingen liegt knapp im ersten Viertel, Zofingen (416) und Wohlen (458) rangieren im Mittelfeld.

Die reiche Gemeinde am Mutschellen, Oberwil-Lieli, rutschte von Rang 28 auf Rang 79 ab. Medizinische Versorgung, Einkaufen, Kultur und Freizeit sind verständlicherweise die Minuspunkte der Gemeinde an schönster Lage. Diese Kriterien sind offenbar stärker beziehungsweise neu gewertet worden. (Kel)

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