Überraschend deutlich hat der Aargau die Masseneinwanderungsinitiative mit 55,23 Prozent angenommen. 9 von 11 Bezirken waren dafür. Den höchsten Zustimmungswert zur SVP-Initiative gab es mit 66,89 Prozent im eher ländlich geprägten Kulm, die zweithöchste Zustimmung gab es im Bezirk Zurzach, der an der Grenze zu Deutschland liegt.

Die Bezirke Aarau und Baden haben die Initiative als einzige knapp abgelehnt. mit je 49,43 respektive 49,48 Prozent der Stimmen. Die Stimmbeteiligung im Aargau lag bei guten 55,17 Prozent.

Die Gemeinde mit der höchsten Zustimmungsrate ist Schlossrued im Bezirk Kulm mit 78,55 Prozent (805 Einwohner, Ausländeranteil: 6,1%, Daten: Juni 2013). Die zweithöchste Zustimmungsrate gibt es in Attelwil im Bezirk Zofingen mit 77,07 Prozent (298 Einwohner, Ausländeranteil: 1,3%), die dritthöchste in der Gemeinde Böbikon im Bezirk Zurzach mit 76,71 Prozent (167 Einwohner, Ausländeranteil: 9%). Der Ausländeranteil im Aargau beträgt durchschnittlich 23,11 Prozent. Das zeigt, dass die Gemeinden mit sehr tiefem Ausländeranteil die höchsten Zustimmungsraten für die SVP-Initiative aufweisen.

Die Gemeinde mit der tiefsten Zustimmungsrate ist nicht überraschend Ennetbaden mit 27,64 Prozent. Die Nachbargemeinde von Baden hatte bei den letzten drei Abstimmungen zur Personenfreizügigkeit jeweils am stärksten zugestimmt.

Die zweit- und dritttiefste Zustimmungsrate gibt es in den beiden Städten Baden und Aarau mit 34,72 respektive 39,66 Prozent.