Attelwil

Gemeindeammann Roger Lehner am Neujahrs-Apéro: «Lasst keine Gräben entstehen»

Gemeindeammann Roger Lehner (l.) stösst mit seinem Vorgänger und Fusionsgegner Ernst Baumann an.

Gemeindeammann Roger Lehner (l.) stösst mit seinem Vorgänger und Fusionsgegner Ernst Baumann an.

Das knappe Ja zur Fusion mit Reitnau war am letzten Attelwiler Neujahrsapéro ein Thema.

Noch kochen die Emotionen hoch. Das knappe Ja zur Fusion – 89 gegen 85 Stimmen – wurmt nicht nur die Fusionsgegner. Auch Gemeindeammann Roger Lehner hätte ein klares Resultat bevorzugt, so oder so. Einerseits ist von einem gespaltenen Dorf die Rede, anderseits zeigt die Tatsache, dass die Gegner den Apéro nicht boykottieren, dass man gewillt ist, nach vorne zu blicken.

So laden die Fusionsgegner auf den 25. Januar alle Attelwiler zu einer Versammlung ein. Möglicherweise entsteht daraus eine Vereinigung mit dem Ziel, die Interessen des neuen Reitnauer Dorfteils Attelwil innerhalb der fusionierten Gemeinde auch an der Gemeindeversammlung geschlossen zu vertreten. Wie das, so Ernst Baumann, Lehners Amtsvorgänger, in Brittnau der Verein «Pro Mättenwil» mache.

2018 stehen Umsetzungsarbeiten für den Zusammenschluss an. Roger Lehner: «Dabei sind wir auf die Unterstützung der ganzen Gemeinde angewiesen.» Auch auf konstruktive Inputs der Fusionsgegner. Ziel sei es, unter Wahrung der Attelwiler Eigenheiten die Fusion zu gestalten.

«Lasst keine Gräben entstehen», appellierte Lehner an die gut 70 Personen. Im September ist der Gemeinderat neu zu wählen. Attelwil hat Anrecht auf zwei Sitze im neuen Reitnauer Rat. Es ist anzunehmen, dass zwei Bisherige kandidieren. Und der Neujahrsapéro soll künftig alternierend in beiden Dorfteilen stattfinden. (wpo)

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