Interaktive Karte
Geburten, Todesfälle, Zu- und Wegzüge: So hat sich die Aargauer Bevölkerung im letzten Halbjahr entwickelt

Halbjährlich veröffentlichen die Behörden die aktuellen Einwohnerzahlen für jede Aargauer Gemeinde. Die interaktive Karte verrät, welche Orte am stärksten gewachsen sind, wo es am meisten Nachwuchs gab und welche Gemeinde die meisten Wegzüge zu verkraften hat.

Dominic Kobelt
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Die Bevölkerung ist im ersten Halbjahr 2017 weiter gewachsen.

Die Bevölkerung ist im ersten Halbjahr 2017 weiter gewachsen.

Keystone/Montage:az

Im ersten Halbjahr 2017 nahm die Bevölkerung im Kanton Aargau um 3967 Personen zu. In absoluten Zahlen sind Lenzburg (+394), Spreitenbach (+266) und Aarau (+212) am stärksten gewachsen.

Zieht man aber auch die Grösse der Gemeinde in Betracht, dann schwingt Bünzen obenaus: Am 31.12.2016 hatte die Gemeinde noch 1025 Einwohner, am 30.06.2017 waren es bereits 1092. Das ist ein Plus von 67 Personen oder 6,5 Prozent.

Staffelbach liegt in dieser Statistik auf Platz 2 (+5,3 Prozent) und Densbüren auf Platz 3 (+4,2 Prozent).

Am meisten Abgenommen hat die Bevölkerung in Neuenhof, hier ist die Bevölkerung innerhalb eines halben Jahres um 44 Personen geschrumpft.

Prozentual betrachtet, hat Mellikon die grössten Einbussen – zwar sind es nur 11 Personen weniger, das macht bei 256 Einwohnern aber immerhin 4,3 Prozent aus.

In Schwaderloch (-3,1 Prozent) und Bottenwil (-2,8 Prozent) sieht es ähnlich aus.

Geburten und Todesfälle

Die Zu- und Abnahme der Einwohner kann verschiedene Gründe haben. Auf der Karte in separaten Layern ersichtlich sind die Zu- und Wegzüge sowie die Geburten und Todesfälle.

Am meisten Nachwuchs gab es in der Gemeinde Baden, 127 Babys kamen im ersten Halbjahr 2017 zur Welt. Auf 1000 Einwohner gerechnet liegt Baden allerdings "nur" auf Rang 29 – 6,6 Schreihälse kommen auf 1000 Badener.

In Böbikon haben im selben Zeitraum zwei Babys das Licht der Welt erblickt, da die Gemeinde 2016 lediglich 170 Einwohner hatte, gibt das einen Schnitt von 11,8 Babys pro 1000 Einwohner, was Böbikon den Spitzenplatz einbringt – zugegebenermassen spielt hier der Zufall mit.

Auf einen ähnlichen Wert kommt Holderbank mit 13 Geburten und damit 11,1 Neugeborenen pro 1000 Einwohner. Fisibach ist mit einem Wert von 10,9 auf Platz 3.

Auch bei den Todesfällen trifft es – prozentual gesehen – die kleinen Gemeinden am stärksten, weil bei wenigen Einwohnern die Werte stärker schwanken. So sind in Elfingen im gemessenen Zeitraum fünf Todesfälle zu beklagen, was für die 288-Seelen-Gemeinde einen Wert von 17,4 ergibt, gerechnet auf 1000 Einwohner.

Auch Rümikon (12,7) und Olsberg (8,4) haben aufgrund der Gemeindegrösse einen statistisch hohen Wert erziehlt, nicht weil es besonders viele Todesfälle gab.

Besonders viele Zuzüge gab es in Bünzen (83,9), Staffelbach (82,8) und Zeihen (71,7), wiederum gerechnet auf 1000 Einwohner.

Mit Lenzburg (69,9) hat eine grosse Gemeinde den Sprung aufs Podest in dieser Kategorie nur knapp verpasst.

Wegzüge mussten Kaiserstuhl (71,1), Rekingen (57,5) und Baldingen (61,8) am meisten verkraften (auch diese Werte sind auf 1000 Einwohner gerechnet).