Kommentar
Gebühren-Rebellin Susanne Hochuli – Eine Ohrfeige für alle Gebührenzahler

Die grüne Aargauer Regierungsrätin hat die Zahlung für die Billag-Gebühren boykottiert, ehe sie nun doch noch einlenkte. Was soll man davon halten?

Thomas Röthlin
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«Richtig rebellisch»: Susanne Hochuli.

«Richtig rebellisch»: Susanne Hochuli.

Alex Spichale
Thomas Röthlin

Thomas Röthlin

Aargauer Zeitung

Bedenklicher als die Billag, die Hochuli immerhin über ihre Meldepflicht aufklärt, sollte sie je wieder auf Empfang gehen, ist das Gebaren der Magistratin. «Richtig rebellisch» werde sie, sagte die ehemalige TV-Journalistin am Montag im Radio, wo sie auf die kommende generelle Gebührenpflicht angesprochen wurde. Als das Gesetz gestern im Ständerat eine wichtige Hürde nahm, reichte sie zähneknirschend nach, sie werde dann schon zahlen – «aber erst drei Tage nach Ablauf der Zahlungsfrist».

Keiner zahlt gern Empfangsgebühren. Und wer nie Schweizer Fernseh- und Radiokost konsumiert, darf gern eine der Anti-Billag-Volksinitiativen unterschreiben. Susanne Hochuli allerdings sollte für den Service public geradestehen. Im Fall des medialen Service public war sie sich zudem nicht zu schade, von charmanten Auftritten bei Giacobbo und Schawinski zu profitieren. Von einer Regierungsrätin darf man deshalb erwarten, dass sie die Billag-Rechnung ohne Wimpernzucken begleicht.