Lebensmittelkontrolle
Gastro Aargau wehrt sich gegen Offenlegung von Grüsel-Beizen

Die Aargauer Lebensmittelkontrolleure haben besonders krasse Fälle von Grüsel-Beizen aufgedeckt. Die Aargauer Wirte-Vertreter wollen die Liste von betroffenen Betrieben trotzdem nicht offenlegen.

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Schädlinge im Getränkelager. Bild aus einer beanstandeten Aargauer Beiz.
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Mehr Schimmel als Tomatensauce: Der Betrieb dieser Küche wurde sofort geschlossen.
Grüsel-Beizen

Schädlinge im Getränkelager. Bild aus einer beanstandeten Aargauer Beiz.

Tele M1

Starker Schädlingsbefall, Schaben in der Küche: Was Thomas Stadelmann, Leiter des Lebensmittelinspektorats des Kantons Aargau, auf Tele M1 berichtet, verdirbt einem den Appetit. Im Aargau gab es bei 53 Prozent der kontrollierten Betriebe Grund zur Beanstandung. 34 Beizer mussten verzeigt werden.

Der Druck steigt, beanstandete Restaurants öffentlich zu machen so wie im Kanton Zug: Seit sechs Jahren zeigen Beizen dort, wie sie bei der Lebensmittelkontrolle abgeschnitten haben.

Doch Josef Füglistaller, als Präsident von Gastro Aargau quasi der oberste Wirt des Kantons, wehrt sich gegen ein solches öffentliches Bewertungssystem. Er schüttelt zwar auch den Kopf, wenn er die Grüsel-Bilder sieht, aber er fürchtet um den Ruf der guten Restaurants. «Es kann auch mal einen ordentlichen Betrieb treffen, der sonst sauber arbeitet, aber nur einmal eine Beanstandung hatte», so Fügistaller. (roc)