Die Aargauer Polizei setzte am Dienstag bei der Jagd auf zwei Einbrecher alle Hebel in Bewegung: Helikopter, Polizeihunde und mehrere Dutzend Polizisten wurden aufgeboten. Schliesslich wurden sie in ein einem Maisfeld bei Suhr geschnappt.

«Unser Ziel war es, die zwei Täter um jeden Preis zu verhaften», erklärte Polizei-Mediensprecher Bernhard Graser am Dienstag gegenüber Tele M1. Deshalb wurde auch jeder verfügbare Mann aufgeboten.

Kein Einzelfall

Die Idee, sich in einem Maisfeld vor der Polizei zu verstecken, mag aus Verbrecher-Sicht einleuchten. Die meterhohen Halme blockieren die Sicht; die Orientierung fällt schwer. 

Die beiden Einbrecher vom Dienstag waren denn auch nicht die ersten Kriminellen, die in einem Maisfeld Unterschlupf suchten. In einem Feld ganz in der Nähe verschanzten sich vor einigen Jahren drei Tresordiebe – auch sie wurden geschnappt.

Nicht anders erging es Kriminellen 2013 in Würenlos, 2012 in Oberwil-Lieli und in Rupperswil, 2005 in Reinach und 2002 in Safenwil, wie Recherchen von Tele M1 zeigen. In sämtlichen Fällen war das Maisfeld für die letzte Station vor dem Polizeiposten.

Bis zur Maisernte dauert es noch ein paar Wochen. Bleibt zu hoffen, dass die Polizei bis dahin nicht noch weitere Gauner aus den Feldern holen muss.

Untersuchungshaft angeordnet

Gegen die beiden mutmasslichen Einbrecher vom Dienstag hat die Staatsanwaltschaft ein Verfahren wegen banden- und gewerbemässigem Einbruch eröffnet. Um zu klären, ob sie auch für andere Fälle infrage kommen, sollen sie für drei Monate in Untersuchungshaft. (cze)