Aarau
Fussballfreundliches Bundesgericht: Beschwerde gegen Planung abgewiesen

Das Bundesgericht hat eine Beschwerde gegen die Bau- und Nutzungsordnung im Aarauer Gebiet Torfeld Süd abgewiesen. Jetzt sind die Planungsgrundlagen für das neue Fussballstadion rechtskräftig. Im Rathaus ist man erleichtert.

Thomas Röthlin
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Die Baubewilligung für das Fussballstadion steht noch aus.

Die Baubewilligung für das Fussballstadion steht noch aus.

Burkard Meyer Architekten

Gegen die im Juni 2010 vom Volk gutgeheissene Bau- und Nutzungsordnung und den Gestaltungsplan im Entwicklungsgebiet Torfeld Süd hatte ein Anwohner eine Beschwerde eingereicht und diese bis vor Bundesgericht weiterzogen.

Dieses hat dem Beschwerdeführer nun die Legitimation abgesprochen, wie die Aarauer Behörden am Dienstagnachmittag mitteilten.

Der an der Weltistrasse, also nicht unmittelbar neben dem Torfeld Süd wohnende Beschwerdeführer argumentierte, wenn das Fussballstadion einmal gebaut sei, betrage der Mehrverkehr durch sein Quartier mehr als 10 Prozent.

Diese Hürde gilt laut einem bundesgerichtlichen Leitentscheid in einem anderen Fall als Legitimationsgrundlage. In Aarau kam das höchste Gericht zum Schluss, «dass die vorgesehenen neuen Nutzungen im Gebiet Torfeld Süd auch auf der Weltistrasse zu etwas Mehrverkehr führen, aber bescheiden bleiben dürften».

Die Steigerung des Verkehrs führte keinesfalls zu einer deutlich wahrnehmbaren Erhöhung des Lärmpegels. Der Anwohner sei deshalb nicht «spezifisch betroffen».

Stadtammann Marcel Guignard zeigt sich auf Anfrage «erleichtert» über den «klaren und lang erwarteten» Richterspruch aus Lausanne. Das Urteil sei auch «wegweisend für die Behandlung der Baugesuche».

Gegen das Stadion-Gesuch sind vier Einsprachen eingegangen, zudem muss die Bauherrin HRS weitere Unterlagen nachreichen. Guignard rechnet mit einem Bewilligungsentscheid nach den Sommerferien.

Punkto Baubeginn und Inbetriebnahme des Stadions will sich Guignard allerdings nicht festlegen, schliesslich könnte die Baubewilligung wiederum angefochten werden.

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