Aargauische Kantonalbank
Für die SVP kommt Corina Eichenbergers Rücktritt zu spät

Die SVP begrüsst den Rücktritt von Corina Eichenberger als Bankrätin der Aargauischen Kantonalbank. Er kommt aber zu spät, findet Grossrat Jean-Pierre Gallati und wirft der FDP-Nationalrätin vor, dem Ruf des Geldes zu folgen.

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Konkret wirft der SVP-Grossrat Corina Eichenberger vor, jeweils dorthin zu wechseln, wo es am meisten Geld gibt und dabei noch gleichzeitig kassieren zu wollen. «Das ist eine unmögliche Situation», empört sich Gallati gegenüber Tele M1.

Das lässt Corina Eichenberger nicht auf sich sitzen und wehrt sich dagegen, von der SVP als Abzockerin dargestellt zu werden. Sie habe das Gefühl, die Angelegenheit «transparent und offen» geregelt zu haben. Mit Abzockerei habe das nichts zu tun.

Eine öffentliche Debatte um den Zeitpunkt des Rücktritts widerstrebt der scheidenden Bankrätin. «Ich bin ein geradliniger Mensch», sagt Corina Eichenberger über sich selbst.

«Für gewöhnlich lege ich es offen, wenn etwas auf den Tisch muss.» Deshalb habe sie sich schliesslich auch für den sofortigen Rücktritt entschieden.

Die FDP-Politikerin hat ein Mandat bei der Basler Privatbank Dreyfus Söhne und Cie AG übernommen. Um einem zukünftigen Interessenkonflikt vorzubeugen, hätte sie diesen Sommer aus dem Bankrat der AKB zurücktreten sollen.

Der SVP war das aber nicht genug. Sie intervenierte und kündigte Widerstand an, sollte Eichenberger nicht sofort zurücktreten. Mit Erfolg. (cze)