Rekingen

Für eine Verbrecherjagd wie in Rekingen braucht es immer viele Polizisten

Die Patrouillen werden jeweils für die Einbrecherjagd alarmiert.

Die Patrouillen werden jeweils für die Einbrecherjagd alarmiert.

Wenn Einbrecher auf der Flucht sind – so wie am Dienstag in Rekingen – braucht es schnell viele Polizisten. Doch nicht immer kommt auch noch ein Polizeihelikopter zum Einsatz. In diesem Fall hat es sich aber gelohnt.

Es ist Dienstagmittag, als etliche Polizeipatrouillen im Norden des Kantons Aargau alarmiert werden. Drei Georgier haben in Rekingen am Rhein mit ihrem Auto eine Verkehrskontrolle der Schweizer Grenzwache durchbrochen. Die Polizisten fahren so schnell wie möglich nach Rekingen, nehmen die Fahndung auf.

Mit Helikopter und Polizeihunden. Später lassen die drei Georgier ihr Auto stehen und flüchten zu Fuss. Nach kurzer Flucht konnte die Polizei die Georgier aber festnehme (aargauerzeitung.ch berichtete). 

Die Männer stehen im Verdacht, am Dienstag im Bezirk Baden zwei Einbruchdiebstähle begangen zu haben. Im Auto mit französischem Kennzeichen stellte die Polizei Schmuck und Einbruchswerkzeug sicher.

Für die Polizei bedeutete dies ein Grosseinsatz. Augenzeugen berichteten, dass rund 50 Polizisten im Einsatz waren; Kantons- und Regionalpolizisten, aber auch Grenzwächter.

Einbrecherjagd ist personalintensiv

50 Polizisten seien es bei einer Einbrecherjagd normalerweise nicht, sagt Bernhard Graser von der Kantonspolizei Aargau. Allerdings sei das Jagen von Einbrechern «rasch sehr personalintensiv». Sobald eine Meldung die Polizei erreiche, werden sämtliche Patrouillen in der Nähe abgezogen und auf die Jagd geschickt. 20 bis 30 Polizisten können dabei im Einsatz sein.

Nicht immer mit Helikopter

Dass allerdings gleich auch noch – wie in Rekingen – ein Polizeihelikopter eingesetzt wird, ist nicht Standard.

«Da überlegen wir uns jeweils, ob sich der Aufwand auch wirklich lohnt», sagt Graser. Der Helikopter in Rekingen war zufällig dort, weil er sich auf einem Übungsflug befand. Doch es war die Besatzung des Helikopters, die eine verdächtige Person am Waldrand ausmachte.

Der grosse Personalaufwand in der Jagd nach Einbrechern lohne sich, sagt Graser. Und das sei ja auch das Hauptgeschäft der Polizei: die Fahndung nach Verbrechern. Das zeigt auch das jüngste Beispiel in Rekingen, wo die Flüchtenden bereits nach kurzer Zeit festgenommen werden konnten.

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