Nationalratswahlen

Für die Aargauer Grünen gilt: Frauen zuerst – und das gleich achtmal

Nationalrätin Irène Kälin führt die Liste der Aargauer Grünen an. Aufsehen erregte sie zuletzt mit ihrem Auftritt samt Baby im Nationalrat.

Nationalrätin Irène Kälin führt die Liste der Aargauer Grünen an. Aufsehen erregte sie zuletzt mit ihrem Auftritt samt Baby im Nationalrat.

Auf den ersten acht Plätzen der Liste stehen durchweg Frauen – die Grünen nennen ihr spezielles Modell «Walliser Bergziege».

Gleichstellung, Geschlechtergerechtigkeit und Frauenförderung – das sind bekannte Ziele der Grünen. Mit ihrer Nationalratsliste im Aargau will die Partei «ein klares Zeichen» in diese Richtung setzen, wie es in einer Mitteilung heisst. Auf der Liste gilt «Frauen zuerst» – die ersten acht Plätze nehmen durchweg Kandidatinnen ein. Nominiert wurden die Kandidierenden an der Mitgliederversammlung am Samstag in Lenzburg.

Mit der Listengestaltung wollen die Grünen ihre beiden Spitzenfrauen, die bisherige Nationalrätin Irène Kälin und die Ständeratskandidatin Ruth Müri, optimal unterstützen. Vor vier Jahren war die Liste nach dem Zebra-Prinzip aufgebaut, immer abwechselnd Frau-Mann. Darauf folgt in diesem Jahr das Modell der Walliser Bergziege, die zur Hälfte schwarz und zur Hälfte weiss ist – ein tierisches Sinnbild für die Liste mit acht Frauen vor acht Männern.

V.l.n.r.: Severin Lüscher, Daniel Ballmer, Gertrud Häseli, Andreas Fischer, Connie Fauver, Markus Dietschi, Ruth Müri, Daniel Hölzle, Robert Obrist, Irène Kälin, Maurus Kaufmann, Christian Keller, Kim Schweri, Christiane Guyer, Mirjam Kosch.

Die Kandiatinnen und Kandidaten der Grünen Aargau

V.l.n.r.: Severin Lüscher, Daniel Ballmer, Gertrud Häseli, Andreas Fischer, Connie Fauver, Markus Dietschi, Ruth Müri, Daniel Hölzle, Robert Obrist, Irène Kälin, Maurus Kaufmann, Christian Keller, Kim Schweri, Christiane Guyer, Mirjam Kosch.

«Ich bin stolz, dass wir Grünen mit gutem Beispiel vorangehen, bis die Gleichstellung in der Politik erreicht ist», lässt sich die bisherige Nationalrätin Irène Kälin in der Mitteilung zitieren. «Auch die Männer hinten auf der Liste stehen voll hinter der Liste», sagt Parteipräsident Daniel Hölzle. Er habe sich absichtlich auf den letzten Platz setzen lassen. «Ich bin im Sommer zum zweiten Mal Vater geworden, die Familie geht für mich vor.» Ambitionen haben die Grünen aber durchaus, wie Hölzle sagt: «Wir wollen zum Wohl des Klimas zulegen, Sitzgewinne sind immer ein Thema bei Wahlen.»

Nominiert wurden nach Kälin: Ruth Müri (Baden), Kim Schweri (Untersiggenthal), Mirjam Kosch (Aarau), Christiane Guyer (Zofingen), Magdalena Küng (Wohlen), Gertrud Häseli (Wittnau), Connie Fauver (Villigen), Robert Obrist (Schinznach), Severin Lüscher (Schöftland), Andreas Fischer (Möhlin), Christian Keller (Obersiggenthal), Maurus Kaufmann (Seon), Markus Dietschi (Widen), Daniel Ballmer (Aarau) und der grüne Kantonalpräsident Daniel Hölzle (Zofingen).

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