Bereits vor sechs Tagen ging auf dem Internetportal giftkoeder-radar.com die anonyme Meldung über einen getöteten, erst fünf Monate alten Hundewelpen ein. Offenbar hat der Hund den mit Rattengift präparierten Köder im Bereich der Kreuzung Hauptstrasse/Bergstrasse in der Gemeinde Uerkheim gefressen.

Hier soll sich der traurige Vorfall zugetragen haben. Bild: Screenshot/giftkoeder-radar.com

Larissa Schweizer, stv. Gemeindeschreiberin von Uerkheim, bestätigt den traurigen Vorfall auf Anfrage der az: «Vor wenigen Tagen meldete sich eine Hundehalterin, um die Hundesteuer für das verstorbene Tier abzumelden. Dabei erwähnte sie, dass der Welpe wohl vergiftet wurde.»

Auf die Frage, ob die Hundehalterin denn keine Anzeige bei der Polizei erstatten wollte, erklärt Schweizer: «Die Dame meinte, sie überlege es sich.»

Anzeige und toxikologische Untersuchung empfohlen 

Doch bislang scheint weder bei der Regionalpolizei Zofingen noch der Kantonspolizei Aargau eine Meldung über die Giftköder-Attacke eingegangen zu sein, wie eine Nachfrage bei den beiden Stützpunkten ergab.

Keine kluge Vorgehensweise, findet Kapo-Mediensprecher Roland Pfister: «Geht keine Meldung bei der Polizei ein, kann der Sache auch nicht nachgegangen werden.» Bei einem solchen Vorfall müsse zudem eine toxikologische Untersuchung des Tierkadavers vorgenommen werden, um den Verdacht einer Giftattacke zu bestätigen. 

«Die Verbreitung solcher Meldungen über sozialen Netzwerke oder entsprechende Internetportal schürt vor allem Angst und Hysterie», erklärt Pfister und ergänzt: «Sie hilft aber kaum, die Täterschaft zur Rechenschaft zu ziehen.»