Bözberg

Fünf Gemeinden wehren sich gegen Tunnel-Projekt am Bözberg

Rechts des alten Portals in Effingen soll der neue Bözbergtunnel erstellt werden. (Archiv)

Rechts des alten Portals in Effingen soll der neue Bözbergtunnel erstellt werden. (Archiv)

Gegen den geplanten neuen Eisenbahntunnel durch den Bözberg manifestiert sich Widerstand. Fünf der acht betroffenen Aargauer Gemeinden haben Einsprache gegen das 350-Millionen-Franken-Projekt erhoben.

Bis zum 18. August konnten Betroffene in den Gemeinden Effingen, Bözberg, Schinznach, Schinznach-Bad, Zeihen, Holderbank und Möriken-Wildegg gegen das Tunnel-Projekt am Bözberg Einsprache machen. Mit Ausnahme von Bözberg und Schinznach-Bad haben die Gemeinden davon Gebrauch gemacht, berichtet das Regionaljournal Aargau Solothurn von Radio SRF.

Dabei sind die Gemeinden nicht grundsätzlich gegen den Tunnel: Andreas Thommen, Ammann von Effingen, fordert aber Lärmschutzwände schon bei der Aushebung des Tunnels. Eine Lärmmessung sei von den SBB erst nach der Eröffnung geplant, dies dauere zu lange. Holderbank und Möriken-Wildegg fordern eine bessere Planung des Abtransports von Aushub-Material. Man befürchtet eine hohe Verkehrsbelastung durch Lastwagen im Dorf.

Der neue Bözberg-Tunnel ist ein Grossprojekt, das rund 350 Millionen Franken kosten soll. 200 Arbeiter werden mit einer Tunnelbohrmaschine 2,7 Kilometer durch den Berg bohren und dabei rund 520‘000 Kubikmeter Ausbruchmaterial herausschaffen.

Der bestehende Tunnel soll danach als Rettungsstollen dienen.  Die Schweiz möchte die Strecke durch den Gotthard-Basistunnel für über 700 Millionen Franken durchgehend so ausbauen, dass künftig auch grosse Lastwagen mit der Bahn transportiert werden können. Ein «4-Meter-Korridor» soll entstehen. Heute passen die 4 Meter hohen Züge, welche Lastwagen von Nord nach Süd transportieren, nicht durch alle Tunnels. (NRO)

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