Schweizer Armee

«Fresspäckli»: Dieser Aargauer Oberleutnant weiss, was Rekruten brauchen

Oberleutnant Daniel Rätz - «Fresspäckli» für Rekruten.

Oberleutnant Daniel Rätz - «Fresspäckli» für Rekruten.

Was muss unbedingt in ein sogenanntes Fresspaket für Schweizer Rekruten? Der Oberleutnant Daniel Rätz glaubt es zu wissen – und startet einen speziellen Onlinedienst.

Wenn 7000 junge Männer in der Frühlings-Rekrutenschule schwitzen, leiden und an ihre Leistungsgrenzen gehen, dann bedeutet das sogenannte «Fresspäckli» einen Moment der Freude, ein Ausbrechen aus dem Alltag. Und immer auch ein Gruss von Familie und Freunden, ein Stück Normalität.

Das weiss Daniel Rätz aus Muhen aus eigener Erfahrung. Mittlerweile Oberleutnant, startete er vor zwei Wochen einen Online-Shop, der sich speziell an Rekruten und Soldaten richtet, aber auch von jedermann sonst genutzt werden kann.

«Foodpacket.ch» hat gemäss Rätz 100 Produkte von salzigen und süßen Snacks, über Bonbons, Tabakwaren und alkoholische sowie alkoholfreie Getränke bis hin zu Deos und Duschgels. Rätz: «Momentan sind Gummibärchen der Renner.» Aber auch das Getränk «Capri-Sonne» werde gross nachgefragt, wie er erzählt. Um die Nachfrage zu befriedigen hat er bei sich zu Hause in Muhen einen kleinen Lagerbestand angelegt.

Künftig will Oberleutnant Rätz sogar Scherzartikel anbieten. Dem Versand kann eine besondere Grusskarte beigefügt werden. Es sollte weniger als eine Woche gehen, bis das Päckchen beim Adressaten ankommt.

Firmengründer Daniel Rätz ist angehender Elektroingenieur und studiert an der Fachhochschule Nordwestschweiz. Als Durchdiener-Offizier und Oberleutnant hat er 600 Tage militärische Erfahrung in der Schweizer Armee. Ende vergangenen Jahres gründete er bereits die Firma «Rätz Web Solutions». 

Rätz ist nicht der ersten Aargauer, der die Idee zu einem solchen Online-Shop hatte. Im Mai 2015 schaltete der Badener Serge Demuth seinen Soldaten-Onlineshop auf. Er kam damals aus zwei Gründen auf die Idee, wie er der az erzählte: «Erstens ist es bei herkömmlichen Webshops nicht möglich, eine Militäradresse zu hinterlegen.» Und zweitens zahle man bei normalen Webshops für den Versand, obwohl die Feldpost eigentlich kostenlos wäre.

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