Fall Fabrice
Freigänge von gemeingefährlichen Tätern sind im Aargau verboten

Der Fall Adline beschäftigt die Schweiz noch immer. Wie sieht die Situation im Aargau und Solothurn aus? Wie handelt der Kanton die Freigänge? Eine Reportage von Tele M1.

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Für die Ex-Freundin von Fabrice A. ist klar: «Ich hätte sein erstes Opfer sein können.» Zu Tele M1 sagte die Frau, die 1996 drei Monate mit dem heute 39-Jährigen mutmasslichen Mörder von Adeline liiert war: «Ich denke, er hatte diese Fantasien von Nötigung an Frauen schon immer. Er war regelrecht besessen von Messern und der Vorstellung, wie er damit Macht über Frauen ausüben kann.»

Dass ein zweifacher Vergewaltiger einen begleiteten Freigang und eine Reittherpie erhält, wäre in den Kantonen Aargau und Solothurn nicht möglich gewesen. Lauter Samuel Helbling, Leiter Kommunikation DVI des Kantons Aargau, «befinden sich zur Zeit 25 Personenin begelitetem Ausgang. Gemeingefährliche und verwahrte Personen bekommen aber keinen Freigang.»

Auch im Kanton Solothurn ist so etwas undenkbar. In der Strafanstalt Schachen etwa finden alle Therapien in den eigenen Räumlichkeiten im Gefängnis statt. Eine Reittherapie ist in beiden Kantonen kein Thema. (cls)

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