Freddy Nock wird aus der Sicherheitshaft entlassen

Das Bezirksgericht hatte beim Prozess letzte Woche Sicherheitshaft für den Hochseilartisten Freddy Nock angeordnet. Nun kommt er aber doch frei: Die Beschwerdekammer des Obergerichts schätzt den Fall anders ein.

Noemi Lea Landolt
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Freddy Nock vor dem Prozess
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Freddy Nock vor dem Prozess
Freddy Nock vor dem Prozess
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Freddy Nock vor dem Prozess
Freddy Nock vor dem Prozess
Freddy Nock vor dem Prozess
Freddy Nock vor dem Prozess
Freddy Nock vor dem Prozess
Freddy Nock
Extremsportler Freddy Nock stehen mit der Anklage schwere Zeiten bevor.
Freddy Nock vor dem Hochseilgang am Schilthorn.
Freddy Nocks Trainingsgerüst an seinem Wohnort in Uerkheim (2017).
Ein Bild aus glücklichen Tagen. Freddy Nock mit Familie 2016.
Freddy Nock und Stella Palino treffen auf dem Seil aufeinander.
Neuer Rekordversuch von Extremsportler Freddy Nock.
Freddy Nock liebt den Nervenkitzel.
Freddy Nock und sein Team stellen einen Weltrekord auf
Freddy Nock balancierte zur Einweihung der neuen Gnadenthal-Brücke über der Reuss.
Freddy Nock gewann 2011 den Swiss Award in der Kategorie Show.
Freddy Nock bei seinem Dreifachweltrekordversuch am 20. März 2015 auf dem Piz Prievlus im Engadin. Am Ende wurde es ein Zweifachweltrekord. Gian EhrenzellerKEY
Freddy Nock stellt im Tägipark seine Stahlkugel für das Casting auf.Annika Bütschi
Freddy Nock bei seinem Weltrekord beim Möbel Svoboda in Schwarzenbach SG.
Freddy Nock balanciert über den Zürichsee, im Bild über dem Sechseläutenplatz.

Freddy Nock vor dem Prozess

Colin Frei

Der Aargauer Hochseilartist Freddy Nock wird aus der Sicherheitshaft entlassen, wie die Aargauer Gerichte mitteilen. Die Beschwerdekammer des Aargauer Obergerichts schätzt die Flucht- und Wiederholungsgefahr anders ein als das Bezirksgericht Zofingen.

Freddy Nock musste sich letzte Woche vor dem Bezirksgericht Zofingen verantworten. Die Staatsanwaltschaft hatte ihm unter anderem versuchte vorsätzliche Tötung vorgeworfen und in diesem Punkt recht bekommen. Das Gericht verurteilt ihn zu einer teilbedingten Freiheitsstrafe von 2,5 Jahren, davon muss Freddy Nock zehn Monate hinter Gitter.

Staatsanwalt Simon Burger beantragte vor Gericht ausserdem die Anordnung von Sicherheitshaft. Freddy Nock sei international gut vernetzt und es bestehe die "ernstliche Gefahr, dass er sich entziehen wird", sagte Burger während der Verhandlung. Das Bezirksgericht Zofingen folgte diesem Antrag. "Es ist von einer Fluchtgefahr auszugehen, aber auch von einer Wiederholungsgefahr", begründete die Gerichtspräsidentin den Entscheid.

Nocks Verteidiger Rudolf Studer teilte bereits am Tag nach der Verhandlung mit, dass er für Freddy Nock eine Entlassung aus der Sicherheitshaft beantragen werde. Seiner Beschwerde an die Beschwerdekammer des Aargauer Obergerichts war erfolgreich. Damit ist Studer erwartungsgemäss zufrieden, wie er auf Anfrage sagt.

Noch offen ist, ob Freddy Nock das Urteil des Bezirksgerichts weiterziehen wird. Studer sagt, er habe das schriftliche Urteil heute erhalten und werde das weitere Vorgehen nun mit seinem Mandanten besprechen.