«Frauenstimmen»
Ihre Mutter setzte sich für das Frauenstimmrecht ein, sie hat sich selbstständig gemacht: «Ich bin eine Kämpfernatur»

Vor 50 Jahren wurde das Frauenstimmrecht eingeführt, vor 100 Jahren die Frauenzentrale Aargau gegründet. Aus diesem Anlass stellt die AZ unter dem Titel «Frauenstimmen» jede Woche eine Frau aus dem Kanton Aargau vor – heute ist es Sara Borela.

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Sara Borela.

Sara Borela.

Bild: Iris Krebs

Wer sind Sie?

Ich bin Sara, 51 Jahre alt, Mutter eines Sohnes und selbstständig erwerbend. Ich bin eine Kämpfernatur, dies resultiert aus meinen Erlebnissen in der Schweiz.

Wofür erheben Sie Ihre Stimme?

Ich stehe ein für Respekt gegenüber allen Menschen. Mir ist es wichtig, sich gegenseitig auf Augenhöhe zu begegnen, da jeder Mensch gleich und wertvoll ist.

Sie waren 1971 erst zwei Jahre alt. Wie hat Ihre Mutter die Annahme des Frauenstimmrechts erlebt?

Meine Mutter hat für die Frauenrechte in Brasilien gekämpft. Sie lebte in Brasilien und hat deshalb die Abstimmung in der Schweiz nicht mitbekommen.

Chancengleichheit, was braucht es dazu?

Als Frau ein gesundes Selbstbewusstsein haben, Verantwortung übernehmen wollen, bodenständig sein. Sich sagen: Ich schaffe das. Ich kann etwas erreichen, wenn ich mich bewege.

Wovon träumen Sie?

Ich möchte ein Vorbild für andere sein. Gerade den Menschen, die schlechte Erfahrungen in ihrer Vergangenheit gemacht haben, will ich Folgendes weitergeben: Deine Vergangenheit definiert nicht deine Zukunft!

Worauf sind Sie stolz?

Nach meiner ganzen Vergangenheit und den Erfahrungen, die ich hier in der Schweiz gemacht habe, bin ich heute stolz auf das, was ich alles erreicht habe. Ich konnte mich vor ein paar Jahren in der Reinigungsbranche selbstständig machen.

Was ist Ihr Wunsch?

Dass auch die nächste Generation für die übernächste Generation Verantwortung übernimmt – in Bezug auf Sozialversicherungen, Umwelt, Politik etc.

Was ist Ihr persönlicher Leitsatz?

Dankbarkeit ist der Schlüssel für eine bessere Zukunft!

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