Hausbrand in Zofingen
Frau wegen Verdachts auf Brandstiftung verhaftet – verletzter Ehemann in Spezialklinik

Ein Haus in Zofingen ist nach einem Brand in der Nacht zum 30. August unbewohnbar. Recherchen von Tele M1 zeigen: Eine Bewohnerin, die Mutter der vierköpfigen Familie, sitzt seit einigen Tagen in Untersuchungshaft.

Drucken
Teilen

Beim Brand an der Mühlethalstrasse wurde ein 36-jähriger Mann von einem Rettungshelikopter ins Spital gebracht. Seine Frau und die beiden Kinder blieben dagegen unverletzt. Der Verletzte hatte gemäss Polizeimeldung nachts um 3.30 Uhr Flammen im ersten Stock bemerkt und Alarm geschlagen.

Nun berichtet Tele M1, dass die Mutter seit mehreren Tagen in Untersuchungshaft sitzt. Es bestehe der Verdacht, dass sie selbst den Brand gelegt habe.

Fiona Strebel, Sprecherin der Staatsanwaltschaft, bestätigt dies gegenüber dem Regionalsender. "Wir müssen gestützt auf die Brandermittlung davon ausgehen, dass der Brand absichtlich gelegt worden ist."

Hausbrand in Zofingen am 30.08
3 Bilder
Eine 30-jährige Mutter wird verdächtigt, den Brand gelegt zu haben.
Das Haus ist unbewohnbar.

Hausbrand in Zofingen am 30.08

Kapo AG

Eine Untersuchungshaft muss die Staatsanwaltschaft beim Zwangsmassnahmengericht beantragen. Diese hat zwei Wochen Untersuchungshaft angeordnet. "Wir werden aber mit Sicherheit eine Haftverlängerung beantragen", sagt Strebel.

Der Ehemann der Verdächtigen habe sich beim Brand schwer an den Händen verletzt und liege in einer Spezialklinik in Zürich, berichtet Tele M1. Die Kinder sind bei Verwandten untergekommen.

Monika Zaugg ist sehr überrascht, dass ihre Nachbarin den Brand selbst gelegt haben soll. "Ich kann es mir nicht vorstellen, dass sie das gemacht hat", sagt sie.

Zwei weitere Brände im Quartier

Laut Tele M1 ist es im Quartier in den letzten Jahren zweimal zu einer Brandstiftung gekommen. Eine unbekannte Person zündete jeweils einen Holzstapel an. Wer das war, hat die Polizei nicht ermitteln können. Das sorgt für Verunsicherung. Nachbarin Irene Wiedemann sagt deshalb: "Es wäre eine wahnsinnige Erleichterung, wenn man wüsste, was passiert ist."

Ob die Ermittlungen einen Zusammenhang zwischen den drei Bränden bestätigen, dazu äussert sich die Staatsanwaltschaft noch nicht. (pz)

Aktuelle Nachrichten