Die angeschlagene Aargauer SVP-Regierungsrätin Franziska Roth ist am Donnerstag für eine Krisensitzung nach Bern gereist. Im Bundeshaus traf sie sich mit SVP-Aargau-Präsident und Nationalrat Thomas Burgherr. Auch Albert Rösti, Chef der Schweizer SVP, war beim Treffen dabei, wie der Regionalsender Tele M1 berichtet. Was die drei in der Sitzung besprachen, blieb geheim. Keiner der drei Teilnehmer äusserte sich öffentlich. Roth weilte auch aus einem anderen Grund in Bern: Seit Längerem war ein Treffen mit SVP-Gesundheitspolitikern geplant.

Die Aargauer Regierung reagierte am Donnerstag auf die Kritik an der Amtsführung von Gesundheitsdirektorin Roth. Sie hat eine unabhängige, externe Analyse zu Organisation, Führung und Unternehmenskultur in Auftrag gegeben

Sie entschied zudem, Roth das wichtigste Dossier zu entziehen: Beim geplanten Neubauprojekt des Kantonsspitals Aarau ist vorerst nicht mehr das Gesundheitsdepartement zuständig. Das Finanzdepartement von Markus Dieth übernimmt. Es geht um Investitionen von 700 Millionen Franken. "Der Regierungsrat will herausfinden, was wirklich Sache ist", sagt Landammann Urs Hofmann gegenüber der AZ. (mwa/sda)

Urs Hofmann über Franziska Roth: «Es gab Stimmen und Gerüchte, die diesen Schritt als sinnvoll erscheinen lassen»

Urs Hofmann über Franziska Roth: «Es gab Stimmen und Gerüchte, die diesen Schritt als sinnvoll erscheinen lassen»

Seit Wochen steht die Aargauer Regierungsrätin Franziska Roth unter massiver Kritik. Jetzt greift sogar die Aargauer Regierung durch und lässt Roths Department durchleuchten. Tele M1 im ausführlichen Interview mit Landammann Urs Hofmann. (13.3.2019)